Gesellschaft

Längenfelder Feuerwehr rückt zusammen

© Matthias Reichle

Die Gemeinde Längenfeld baut 2015 ein großes Einsatzzentrum. Drei bis dato unabhängige Feuerwehrzüge werden dort zusammengelegt.

Von Matthias Reichle

Längenfeld –Zusammen haben sie 97 Jahre auf dem Buckel – das Gerätehaus in Unterried (Jahrgang 1974), jenes in Dorf (Jahrgang 1990) und jenes in Unterlängenfeld (Jahrgang 1984) sind in die Jahre gekommen. Es hat historische Gründe, dass Längenfeld mit seinen 21 Weilern insgesamt fünf Feuerwehrhäuser betreibe, erklärt Dorfchef Ralf Schonger. Denn auch Huben und Gries haben ihre eigenen Löschtrupps. Während die beiden letzten unabhängig bleiben, werden die restlichen 150 Feuerwehrmänner schon bald ihre Koffer packen. Vergangenen Freitag stellte die Jury des Architektenwettbewerbs die Weichen für den Bau eines großen Einsatzzentrums, das am Ortsende beim Kreisverkehr zum Aqua Dome errichtet werden soll. Dafür ist ein millionenschwerer Betrag im Budget vorgesehen. Es sei der Wunsch der Längenfelder Züge gewesen, künftig in einem Feuerwehrhaus untergebracht zu werden, so Schonger.

Von einem lang gehegten Wunsch spricht auch Feuerwehrkommandant Hans Schöpf. Bereits nach dem Großbrand 1993 sei man an die Gemeinde herangetreten und hat um mehr Raum gebeten. In den letzten Jahren musste stets improvisiert werden, wenn es zu Großeinsätzen kam. Trotzdem gab es natürlich Diskussionen, als es um den neuen Standort ging. Vor allem älteren Feuerwehrmänner haben noch bei der Errichtung der bestehenden Gebäude mitgeholfen. „Da ist viel Liebe dabei“, so Schöpf.

Auf der anderen Seite wurden die Züge in Dorf und in Unterried in den letzten Jahren von der Leitstelle zum Teil gar nicht mehr mitalarmiert, weil sich die größeren Löschfahrzeuge alle in Unterlängenfeld befinden – sie blieben also außen vor. Es gab dann mehrere Standorte, die in die engere Wahl genommen wurden. Letztendlich fiel die Entscheidung auf Oberlängenfeld.

Beim Architektenwettbewerb wurde der Kommandant und sein Stellvertreter stets miteinbezogen. Nun geht es in die Konkretisierung des Projekts und die Kostenschätzung. In der kommenden Woche sollen die Pläne auch der Bevölkerung vorgestellt werden.