Deutsche Bahn-Tarifverhandlungen ziehen sich hin
Berlin (APA/Reuters) - Die Bahn-Tarifverhandlungen in Deutschland ziehen sich auch im neuen Jahr hin. Die erste Verhandlungsrunde 2015 zwisc...
Berlin (APA/Reuters) - Die Bahn-Tarifverhandlungen in Deutschland ziehen sich auch im neuen Jahr hin. Die erste Verhandlungsrunde 2015 zwischen dem Staatskonzern und der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) endete am Mittwoch in Frankfurt ohne Ergebnis. Die Parteien vertagten sich auf den 23. Jänner.
„Die Runde ist sehr enttäuschend für uns verlaufen“, sagte EVG-Verhandlungsführerin Regina Rusch-Ziemba. Nach der nächsten Gesprächsrunde wolle die Tarifkommission am 27. Jänner die Lage bewerten und möglicherweise auch über Streiks entscheiden. Die EVG dringt neben einer Lohnerhöhung um sechs Prozent auf eine Einmalzahlung für alle Mitarbeiter. Über deren Höhe konnte aber noch keine Einigung erzielt werden. Personalvorstand Ulrich Weber sagte, das Angebot der Bahn sei gut und orientiere sich an dem, was wirtschaftlich verkraftbar sei.
Am nächsten Montag wollen sich die Vertreter der Bahn und der Lokführergewerkschaft GDL in Berlin treffen. Die GDL hatte im vergangenen Jahr mehrfach gestreikt, zuletzt aber von einem Durchbruch in den Verhandlungen gesprochen. Für 2014 hatte man sich auf eine Einmalzahlung für die GDL-Mitarbeiter von 510 Euro geeinigt. Für 2015 verlangt sie fünf Prozent mehr Lohn.
Die GDL will nicht mehr allein Abschlüsse für die Lokführer erreichen, sondern auch für ihre Mitglieder im Zugpersonal oder unter den Rangierführern. Für diese hatte in der Vergangenheit die größere EVG Abschlüsse ausgehandelt. Die Bahn strebt nun an, mit beiden Gewerkschaften vergleichbare Konditionen für die jeweilige Beschäftigtengruppe unabhängig von der Gewerkschaftszugehörigkeit auszuhandeln.
~ WEB http://www.deutschebahn.com/de/ ~ APA543 2015-01-14/17:00
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