„Charlie Hebdo“ - 200 Vorfälle an Schulen nach Anschlagsserie

Paris (APA/AFP) - Seit der islamistischen Anschlagsserie in Frankreich haben sich in den Schulen des Landes 200 Vorfälle ereignet, bei denen...

Paris (APA/AFP) - Seit der islamistischen Anschlagsserie in Frankreich haben sich in den Schulen des Landes 200 Vorfälle ereignet, bei denen unter anderem die Schweigeminute für die 17 Todesopfer gestört wurde. 40 dieser Vorfälle seien der Polizei oder Justiz gemeldet worden, sagte Bildungsministerin Najat Vallaud-Belkacem am Mittwoch im Parlament in Paris.

Sie sprach von „vielen, schweren“ Vorfällen während der Schweigeminute am vergangenen Donnerstag. Auch in den Tagen danach kam es zu insgesamt etwa hundert Vorfällen. Manche seien sogar eine „Verherrlichung des Terrorismus“ gewesen.

Gemeldet wurden nach Angaben des Bildungsministeriums nur die Vorfälle, die nicht in der Klasse selbst geregelt werden konnten. Die Zahlen gäben daher kein umfassendes Bild „all der Schwierigkeiten“, mit denen Lehrer und Schulleiter im Zusammenhang mit den Anschlägen zu kämpfen hatten.

Die Regierung will die Schulen stärker in die Pflicht nehmen, um Grundwerte des französischen Staates wie die Meinungsfreiheit und die Trennung von Staat und Kirche zu vermitteln. Bei der Anschlagsserie von drei Islamisten waren in der vergangenen Woche in und um Paris vor allem Journalisten, Polizisten und Juden getötet worden.