Tirol

Vier Jahre Haft nach Brandstiftung im Vomper „Happy Hopp“

Die Feuerwehr bei den Löscharbeiten im Vomper Spielpark Happy Hopp (Archivbild).
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Eine ehemalige Reinigungskraft der Freizeitanlage wurde am Donnerstag zu einer nicht rechtskräftigen Gefängnisstrafe verurteilt.

Innsbruck - Nach dem Brand in der Vomper Freizeitanlage „Happy Hopp“ Ende April 2014 musste sich am Donnerstag ein 26-jähriger Deutscher am Landesgericht Innsbruck wegen Brandstiftung verantworten. Der Mann war als Reinigungskraft beim Unternehmen beschäftigt. Der Brand war am späten Abend des 24. April ausgebrochen. 50 Feuerwehrmänner waren nötig, um die Feuersbrunst unter Kontrolle zu bekommen. Zunächst schien es, als sei der Brand durch die Explosion einer undichten Gasflasche ausgelöst worden. Wie die Ermittlungen aber rasch ergaben, war dem Brand ein Einbruch vorausgegangen. Dabei brach der zunächst unbekannte Täter nicht nur die Kassa auf, sondern legte auch im Eingangsbereich Feuer. Nach Hinweisen der Arbeitskollegen nahm die Schwazer Polizei den 26-Jährigen vorübergehend fest

Vor Richter Josef Geisler zeigte er sich heute zum Diebstahl von 500 Euro und einer anschließenden Brandlegung im Lager geständig. Der in Deutschland einschlägig vorbestrafte 26-Jährige betonte aber, dass er niemals eine derartige Feuerbrunst habe herbeiführen wollen. Die Brandlegung habe er aus zwei Gründen begangen: Einerseits um vom Einbruchsdiebstahl abzulenken, andererseits auf Grund privater Überlastung.

Bei einem Strafrahmen von einem bis zu zehn Jahren Haft verhängte der Schöffensenat eine - nicht rechtskräftige - unbedingte Gefängnisstrafe von vier Jahren. Der Verurteilte erhob Nichtigkeitsbeschwerde und erkannte auch den Schaden nicht an. Dieser beträgt nach bisherigen Schätzungen 1,4 Millionen Euro.

Seit September hat das bei Familien beliebte „Happy Hopp“ wieder geöffnet. Geschäftsführerin Ursula Stüger zur TT: „Gott sei Dank waren wir gut versichert. Das Geschäft ist wieder voll angelaufen. Ich wollte dem jungen Mann eine Chance geben. Er hat sie nicht genützt.“ (fell, TT.com)

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