US-Börsen im Verlauf klar im Minus

New York (APA) - Die US-Börsen haben am Mittwoch im Verlauf nach enttäuschenden Einzelhandelsdaten klar im Minus tendiert. Gegen 18.38 Uhr n...

New York (APA) - Die US-Börsen haben am Mittwoch im Verlauf nach enttäuschenden Einzelhandelsdaten klar im Minus tendiert. Gegen 18.38 Uhr notierte der Dow Jones mit einem Minus von 251,29 Zählern oder 1,43 Prozent bei 17.362,39 Punkten. Der S&P-500 Index lag 22,42 Punkte oder 1,11 Prozent im Minus bei 2.000,61 Zählern. Der Nasdaq Composite Index fiel um 35,09 Zähler oder 0,75 Prozent auf 4.626,41 Einheiten.

Aus dem Handel hieß es, dass neben den negativen Konjunkturdaten auch die tiefen Rohstoff- und Ölpreise auf die Kurse drücken. Noch vor Börseneröffnung wurden US-Einzelhandelsdaten zum Dezember veröffentlicht. Demnach fielen die Umsätze im Vergleich zum Vormonat um 0,9 Prozent, was dem stärksten Rückgang seit Jänner entspricht.

Damals waren die Umsätze wegen der Kältewelle besonders stark gefallen. Ökonomen hatten mit einem leichten Rückgang von 0,1 Prozent klar daneben gelegen. Die Daten könnten eine Zinswende in den USA etwas nach hinten schieben und dies laste auf dem Dollar-Kurs, hieß es.

Die Preise importierter Güter in den USA sind im Dezember unterdessen weiter gesunken. Im Monatsvergleich stand ein Minus von 2,5 Prozent zu Buche. Es war damit der sechste Rückgang in Folge und der größte Preisfall in den letzten sechs Jahren.

Unterdessen nimmt die Berichtssaison in den USA weiter Fahrt auf, heute standen an der New Yorker Börse insbesondere die Bankaktien im Fokus: So rutschten die Aktien der Investmentbank JPMorgan nach schwachen Zahlen mit minus 4,57 Prozent auf 56,15 Dollar ans untere Ende des Dow Jones. Das Geldhaus verzeichnete im vierten Quartal einen Rückgang beim Gewinn von 6,6 Prozent auf 4,93 Mrd. Dollar. Als Grund dafür nannte das Institut einen unerwartet starken Anstieg der Rechtskosten auf ein Niveau von 990 Mio. Dollar.

Auch Wells Fargo standen nach Zahlen mit minus 1,66 Prozent unter Verkaufsdruck. Dabei hat die US-Großbank ihren Gewinn im vierten Quartal leicht gesteigert. Der Überschuss sei auf 5,38 Mrd. Dollar geklettert, teilte das führende Hypotheken-Institut des Landes mit. Die Bank profitierte dabei von einem höheren Gewinn im Kreditgeschäft.

Im Skandal um den verspäteten Rückruf von Fahrzeugen mit defekten Zündschlössern hat der US-Autohersteller General Motors (GM) vergangenes Jahr Entschädigungen in Höhe von gut 1,8 Mrd. Dollar (1,53 Mrd. Euro) ausbezahlt. Weitere 1,2 Mrd. Dollar seien für Zahlungen an Opfer und deren Angehörige in diesem Jahr zurückgelegt worden, teilte GM mit. Die Aktien des Autoherstellers fielen um 1,19 Prozent.

Noch herber unter die Räder gerieten die Aktien des Elektroautokonzerns Tesla, sie sackten um 6,78 Prozent ab. Am Vortag hatte Konzernchef Elon Musk beim „Automotive News World Congress“ den schwachen Absatz in China bemängelt und eine Profitabilität des Konzerns erst für 2020 in Aussicht gestellt.

~ ISIN US2605661048 US6311011026 US78378X1072 ~ APA599 2015-01-14/18:43