Homosexualität: Karmasin akzeptiert VfGH-Entscheidung
Wien (APA) - Familienministerin Sophie Karmasin (ÖVP) akzeptiert die Aufhebung des Adoptionsverbotes für homosexuelle Paare durch den Verfas...
Wien (APA) - Familienministerin Sophie Karmasin (ÖVP) akzeptiert die Aufhebung des Adoptionsverbotes für homosexuelle Paare durch den Verfassungsgerichtshof (VfGH), wie sie am Mittwochabend vor Journalisten sagte. Die Frage sei, ob sich in der Praxis tatsächlich etwas ändern werde.
Sie sei gegen jegliche Diskriminierung, betonte Karmasin. Ihr sei es wichtig, dass Kinder, die zur Adoption freigegeben werden, bestmöglich untergebracht werden. Schon jetzt sei es so, dass es viel mehr adoptionswillige Eltern als Kinder gebe, deshalb sei dieses Thema für sie bisher nicht prioritär gewesen. Wichtig sei ihr, sich dafür einzusetzen, dass es künftig einen Anspruch auf Karenz auch für homosexuelle Paare gibt, die Pflegekinder betreuen.
Einer völligen Gleichstellung mit der Ehe, wie sie SPÖ nun erneut forderte, wollte Karmasin nicht das Wort reden: Der VfGH habe bestätigt, dass es relevante Unterschiede zwischen der Ehe und der Eingetragenen Partnerschaft gibt. Mit dem Adoptionsrecht und der geplanten Verpartnerung am Standesamt gebe es außerdem ohnehin eine ziemliche Angleichung.
Auch Justizminister Wolfgang Brandstetter (ÖVP) steht ganz auf der - schon von Parteichef Reinhold Mitterlehner am Mittwoch bekräftigten - ÖVP-Linie: Sachlich nicht gerechtfertigte Diskriminierungen - wie das Verpartnersverbot auf Standesämtern - müssten beseitigt werden. „Zwischen einer Ehe und einer eingetragenen Partnerschaft gibt es aber eine sachlich gerechtfertigte Differenzierung - diese soll aufrecht bleiben. Ich sehe keine Notwendigkeit, das zu ändern“, sagte er zum „Kurier“ (Donnerstag-Ausgabe).
~ WEB http://www.verfassungsgerichtshof.at ~ APA603 2015-01-14/18:56
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