Kerry und Zarif führten „substanzielle“ Gespräche über Atomprogramm
Genf (APA/dpa/AFP) - US-Außenminister John Kerry und sein iranischer Kollege Mohammed Dschawad Zarif haben am Mittwoch in Genf „substanziell...
Genf (APA/dpa/AFP) - US-Außenminister John Kerry und sein iranischer Kollege Mohammed Dschawad Zarif haben am Mittwoch in Genf „substanzielle“ Gespräche über das iranische Atomprogramm geführt. Nach dem Ende der fünfstündigen Gespräche seien die Minister am Abend überraschend zu einem zweiten Treffen zusammengekommen, verlautete aus Kreisen des US-Außenministeriums.
Die Gespräche sollen die Blockade bei den Verhandlungen über ein dauerhaftes Atomabkommen überwinden helfen. Das Treffen sei „wichtig“ und zeige die Bereitschaft beider Seiten, den Prozess zu beschleunigen, sagte Zarif vor dem Gespräch. Der Iran sei bereit, Schritte zu einer Lösung zu tun, doch müsse sich zeigen, ob auch die andere Seite bereit sei. Zarif warnte den Westen insbesondere davor, „neue rote Linien“ zu ziehen. Nach dem Treffen sagte ein US-Regierungsvertreter, die Minister hätten im Beisein einer kleinen Delegation fünf Stunden lang „substanzielle“ Gespräche gehabt.
Demnach verließen Zarif und Kerry zwischenzeitlich das Hotel, wo das Gespräch stattfand, für einen Spaziergang durch die Innenstadt. Das Gespräch endete gegen 18.00 Uhr, doch kehrte Kerry überraschend gegen 19.30 Uhr zu einem weiteren Treffen ins Hotel zurück. Die Gespräche sollen am Donnerstag, Freitag und Samstag auf Beamtenebene fortgesetzt werden, bevor am Sonntag der Iran mit der Gruppe der fünf UN-Vetomächte und Deutschland zusammenkommt.
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