Weltmuseum Wien: Grüne orten „kulturpolitische Schande“

Wien (APA) - Eine „kulturpolitische Schande“ orten die Grünen hinsichtlich der „Redimensionierung“ des Weltmuseums Wien. „Kurier“ und „Press...

Wien (APA) - Eine „kulturpolitische Schande“ orten die Grünen hinsichtlich der „Redimensionierung“ des Weltmuseums Wien. „Kurier“ und „Presse“ berichten am Donnerstag von einer parlamentarischen Anfrage an Kulturminister Josef Ostermayer (SPÖ). Das Weltmuseum wird unterdessen dem Minister am Montag die überarbeiteten Pläne vorlegen.

Grünen-Kultursprecher Wolfgang Zinggl begründete die Anfrage, die der APA vorliegt und demnächst offiziell bei der Parlamentsdirektion eingebracht wird, damit, dass eine „umfassende Neupositionierung des Weltmuseums als kritisches, diskursives (...) Haus der Kulturen“ unerlässlich wäre. Stattdessen sei aber das ehemalige Völkerkundemuseum seit 2001 von den Regierungen „sukzessive seiner Bedeutung beraubt“ und „von der Kulturpolitik systematisch ruiniert“ worden. Man fordert u.a. auch Auskunft darüber, warum „die künftigen Betriebskosten eines zu sanierenden Weltmuseums nicht bedacht wurden“.

Kritisch beurteilte Zinggl die mögliche Zusammenführung des Weltmuseums mit einem „Haus der Geschichte“: „Wie können Sie zwei Museen zum gleichen Preis ermöglichen, wenn der Betrieb nicht einmal für eines der beiden reicht?“ Darüber hinaus forderte er eine Ausgliederung des Weltmuseums aus dem Verband des Kunsthistorischen Museums. Eine „ausgebaute Institution als ein Haus der Kulturen“ wäre aus seiner Sicht „ein Signal für die kulturelle Vielfalt Österreichs“. Aktuell bleibe dem Weltmuseum „nur noch die Verwaltung des Stillstandes“.