Stichwort - Was aus den jugoslawischen Nachfolgestaaten wurde
Belgrad (APA/dpa) - Die sieben Staaten auf dem Gebiet des früheren Jugoslawien sind heute unter den ärmsten Europas. Selbst die EU-Mitgliede...
Belgrad (APA/dpa) - Die sieben Staaten auf dem Gebiet des früheren Jugoslawien sind heute unter den ärmsten Europas. Selbst die EU-Mitglieder Slowenien und Kroatien landen im Unionsvergleich auf hinteren Plätzen.
- Slowenien ist im letzten Jahr mit Ach und Krach einer Pleite des Bankensektors und dem Unterschlupf unter den Euro-Rettungsschirm entgangen.
- Kroatien wird von Brüssel regelmäßig wegen Korruption und ausbleibender Wirtschaftsreformen gerügt. Das Land steckt seit 2008 in einer Rezession.
- Bosnien-Herzegowina beklagt seit zwei Jahrzehnten eine Selbstblockade, die durch den Dauerstreit der muslimischen Bosnier, der orthodoxen Serben und der katholischen Kroaten genährt wird.
- Der EU-Beitrittskandidat Serbien hat die komplette Reformarbeit in praktisch allen Bereichen noch vor sich. Hier sind die alten Politiker aus den 90er-Jahren wieder in Amt und Würden.
- Montenegro, ebenfalls EU-Kandidat, wird seit fast einem Vierteljahrhundert von der Familie des Regierungschefs Milo Djukanovic und einigen befreundeten Clans kontrolliert.
- Mazedonien, seit zehn Jahren Beitrittskandidat, ist seit 2006 das Einflussgebiet von Regierungschef Nikola Gruevski, der mit seiner Partei ein Regime mit autokratischen Zügen zementiert hat.
- Kosovo ist das Armenhaus Europas. Seine Unabhängigkeit wird von Serbien nicht anerkannt. Die Region ist ein Dreh- und Angelpunkt der Organisierten Kriminalität mit Schmuggel, Waffen-, Drogen- und Menschenhandel.
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