Auf das ÖHB-Team wartet gleich zum Auftakt ein harter Brocken
Die österreichischen Handball-Männer starten am Freitag (17.00 Uhr) gegen den zweifachen Olympiasieger Kroatien in die Weltmeisterschaft.
Doha – Österreichs Handball-Männer starten mit einem echten Brocken in die WM von Katar. Zum Auftakt baut sich am Freitag (17.00 Uhr MEZ/live ORF Sport + und Sky) der Weltmeister 2003 und zweifache Olympiasieger Kroatien vor der ÖHB-Sieben auf. Trainer Patrekur Johannesson forderte dennoch, „dass wir ohne Angst und mit einem gesunden Selbstvertrauen in die Partie gehen“.
Johannesson, der mit Österreich nach der EM 2014 sein zweites Großereignis in Angriff nimmt und in Gruppe B mit den Kroaten, Bosnien und Herzegowina, Mazedonien, Tunesien und dem Iran zumindest Platz vier und damit das Achtelfinale erreichen will, gab sich am Tag vor dem Spiel in der 5.500-Zuschauer fassenden Duhail-Halle in Doha relativ gelassen. „Ich bin schon ein wenig entspannter, als noch vor einer Woche, da ich mittlerweile einen genauen Matchplan im Kopf habe“, betonte der Isländer, der aus einem breiten Kader wie noch nie schöpfen kann. „Jeder Spieler kennt seine Aufgabe. Egal, ob er sechzig Minuten oder nur eine Minute eingesetzt wird.“
Vergessen, welche Klasseauswahl da wartet, dürfe man freilich nicht. „Die Kroaten sind sicher der Favorit in unserer Gruppe und spielen einen sehr guten Handball“, erläuterte Johannesson und verwies stellvertretend für das starke Kollektiv auf den Star der Kroaten: „Mit Domagoj Duvnjak (Welthandballer 2013, Anm.) vom THW Kiel haben sie einen Spieler in ihren Reihen, der eine Top-Leistung in Abwehr und Angriff zeigen kann.“
Eine Klasseleistung erhoffen sich Österreichs Fans auch von Kapitän Viktor Szilagyi. „Kroatien ist ganz bestimmt Medaillenkandidat. Im Grunde zählt für die Kroaten nur die Goldmedaille“, versicherte der 36-Jährige, der am Donnerstag bei der Eröffnungsfeier Österreichs Fahne trug. „Verglichen mit dem Spiel bei der Heim-EM 2010 (23:26 in der Hauptrunde, Anm.) haben wir den Leistungsunterschied minimieren können“, war Szilagyi vor seinem wohl letzten großen Auftritt mit Rot-Weiß-Rot überzeugt. „Gegen eine Mannschaft wie Kroatien ist man auch auf ihre Tagesform angewiesen. Wenn sie das Optimum abrufen können, wird es für uns schwierig. Wir müssen einfach im Kopf so weit sein, dass wir zuschlagen können, wenn sich uns eine Chance bietet.“
Die Kroaten zeigten zumindest nach außen hin großen Respekt vor ihrem ersten Kontrahenten. „Österreich ist ein sehr unangenehmer Gegner, der Frankreich in der Vorbereitung starken Widerstand geleistet hat“, meinte Kapitän Igor Vori im Hinblick auf die denkbar knappe 28:30-Niederlage der ÖHB-Truppe im letzten Test am Montag beim Europameister in Paris. Eines stellte er aber klar: „Ziel ist Platz eins in der Gruppe“, betonte der letzte Vertreter der „goldenen Generation“ der Kroaten. (APA)
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