Steirischer Verkehrslandesrat hofft auf Finanzierung von Straßenbau
Wien/Graz (APA) - Trotz Sparmaßnahmen im Landesbudget sollen in der Steiermark in den kommenden Jahren mehr als 200 Mio. Euro in große Straß...
Wien/Graz (APA) - Trotz Sparmaßnahmen im Landesbudget sollen in der Steiermark in den kommenden Jahren mehr als 200 Mio. Euro in große Straßenprojekte in der Ost- und Weststeiermark fließen. Die Mittel für die meisten Vorhaben sind allerdings noch fraglich. Verkehrslandesrat Gerhard Kurzmann (FPÖ) erklärte am Donnerstag in einer Pressekonferenz in Graz, er hoffe auf Sonderfinanzierungen, sein Budget reiche nicht.
Kurzmann sagte, dass momentan nicht einmal die Gelder für die Instandhaltung der Landesstraßen da seien. In diese werden 2015 etwa 53 Mio. Euro investiert. Weitere 50 Mio. Euro wären aber nötig, um überhaupt den großteils schon schlechten Istzustand zu erhalten.
Die „B68-neu“, Feldbacher Straße, ist am Donnerstag von der Landesregierung genehmigt worden: Die Planung erstreckt sich von der Raabbrücke nordwestlich von Fladnitz bis zur Einbindung in den bereits ausgebauten Teilabschnitt „Querspange Gnas“ bei Saaz im Bezirk Südoststeiermark. Die Überarbeitung der Umweltverträglichkeitserklärung (UVE) wird etwa sechs Monate dauern, danach wird die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) eingeleitet. Ab 2017 könnte es dann mit dem rund 53 Mio. Euro teuren Bau losgehen.
Ebenfalls am Donnerstag genehmigt wurde die Umfahrung Mooskirchen-Krottendorf: Die UVE für die 4,9 Kilometer lange Strecke soll Ende 2015 abgeschlossen sein. Baubeginn ist für 2018 geplant. In der nächsten Regierungssitzung soll auch der Ausbau der Ortsumfahrung Preding bei Weiz beschlossen werden. Das Projekt soll 84 bis 100 Mio. Euro kosten.
Für die seit Jahren umstrittene Kreuzung Trautenfels der Ennstal Bundesstraße (B320) im Bezirk Liezen liegt eine neue Lösung mit einer Brückenkonstruktion und darunterliegendem Kreisverkehr vor. Sie soll rund 10,5 Mio. Euro kosten und ab 2016 gebaut werden. Der sogenannte Weblinger Stumpf der Packer Straße (B70) in Graz soll mit rund 11,1 Mio. Euro von Land, Stadt und Asfinag umgebaut werden. Die erforderlichen Genehmigungen sind aber noch nicht eingeholt. Eine Umsetzung könnte daher erst ab 2016 möglich sein.
In den vergangenen fünf Jahren wurden in der Grünen Mark Großprojekte im Straßenbereich mit einem Volumen von etwa 283 Mio. Euro realisiert oder zumindest begonnen. Größter Brocken ist dabei der Südgürtel in Graz, für den von 2014 bis zur Fertigstellung 2017 rund 145 Mio. Euro fließen. Zusätzlich dürften Finanzierungskosten im niedrigen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich anfallen.
Einige geplante Projekte sind noch in der Warteschleife: Die Ortsumfahrung Hartberg Mitte, die Verbindung zwischen Knoten Graz-Ost und Ortsumfahrung Hausmannstätten, die L601-Abschnitte Wettmannstätten-Groß St. Florian sowie Frauental in der Weststeiermark und die „Entlastungsspange“ in Kapfenberg.
~ WEB http://www.asfinag.at ~ APA424 2015-01-15/14:47