Papst auf Philippinen - Franziskus und das fliegende Scheitelkäppchen

Vatikanstadt/Manila/Colombo (APA/dpa) - Das Scheitelkäppchen des Papstes ist dem frischen Wind in Asien wohl nicht gewachsen. Bei seiner jün...

Vatikanstadt/Manila/Colombo (APA/dpa) - Das Scheitelkäppchen des Papstes ist dem frischen Wind in Asien wohl nicht gewachsen. Bei seiner jüngsten Reise nach Sri Lanka und auf die Philippinen versuchte Franziskus gleich mehrfach vergeblich, seine Kopfbedeckung vor einem Windstoß zu retten. Eigentlich gehört die Kappe, der Pileolus (von lateinisch pileus = Kappe) allzeit auf den päpstlichen Kopf.

In Manila segelte das Käppchen bei der Ankunft am Freitag direkt nach der Öffnung der Flugzeugtür in hohem Bogen auf den Asphalt. Bei der Ankunft in Sri Lanka war es am Dienstag ähnlich. Franziskus ließ sich aber in seiner typischen Gelassenheit auch kappenlos nicht aus der Ruhe bringen. Er setzte die Begrüßung barhäuptig fort, bis jemand ihm eine Ersatzkappe besorgte. Doch auch die flog bald davon.

Die Kappe ist kreisrund und sieht der jüdischen Kippa ähnlich. Katholische Geistliche tragen sie seit dem 12. Jahrhundert, der Papst in weiß, Kardinäle in scharlachrot, Bischöfe in violett und Priester in schwarz. Sie sollte wohl früher die Tonsur, eine damals übliche kreisrunde Rasur geistlicher Würdenträger am Hinterkopf, bedecken. Das päpstliche Stück wird aus Moire-Seide gemacht.