US-Börsen im Verlauf weiterhin im Minus

New York (APA) - Die New Yorker Aktienbörse hat am Donnerstag im Verlauf einen Teil ihrer Verluste eingrenzen können. Gegen 19.20 Uhr notier...

New York (APA) - Die New Yorker Aktienbörse hat am Donnerstag im Verlauf einen Teil ihrer Verluste eingrenzen können. Gegen 19.20 Uhr notierte der Dow Jones mit einem Minus von 65,50 Zählern oder 0,38 Prozent bei 17.361,59 Punkten. Der S&P-500 Index lag 11,05 Punkte oder 0,55 Prozent im Minus bei 2.000,22 Zähler. Der Nasdaq Composite Index fiel um 47,25 Zähler oder 1,02 Prozent auf 4.592,07 Einheiten.

Auch am Donnerstag standen wieder eine Reihe an Konjunkturdaten zur Veröffentlichung auf der Agenda. Diese zeigten jedoch kein einheitliches Signal. Auf der einen Seite trübte sich das Geschäftsklima in der Region Philadelphia im Jänner, wie aus dem neuen Philly-Fed-Index hervorgeht, kräftig ein. Das Barometer fiel von 24,3 auf nur mehr 6,3 Zähler und damit den tiefsten Stand seit Februar 2014. Ein positiver Wert in dem Index weist auf eine Expansion in der wichtigen Wirtschaftsregion hin.

Die Stimmung im US-Bundesstaat New York hellte sich dagegen im Jänner überraschend deutlich auf. Der Empire State-Index stieg von minus 1,23 auf plus 9,95 Punkte. Zudem wurden Zahlen zum US-Arbeitsmarkt veröffentlicht. Die Zahl der Arbeitslosenanträge stieg in der vergangenen Woche um 19.000 auf 316.000. Experten hatten mit einem Rückgang auf 290.000 Anträge gerechnet. Weiterhin dominierte zudem Verunsicherung nach dem überraschenden Schritt der Schweizer Nationalbank die Märkte. Die Zentralbank hatte sich dazu entschlossen den Mindestkurs gegenüber dem Euro aufzuheben.

Unter den Einzelwerten rückten Banken in den Blickpunkt der Anleger. Nach dem Branchenprimus JPMorgan mussten auch dessen Konkurrenten Citigroup und Bank of America fallende Gewinne bekannt geben. Während die Bank of America den Überschuss im 4. Quartal um 14 Prozent auf 2,74 Mrd. Dollar reduzierte, fiel der Nettogewinn bei der Citigroup um gleich 87 Prozent auf 346 Mio. Dollar. Bei Citigroup waren dafür insbesondere Sonderlasten in der Höhe von 3,5 Mrd. Dollar für Rechtsstreitigkeiten und den laufenden Konzernumbau verantwortlich. Der Bank of America setzten unterdessen niedrigere Einnahmen im Handel mit festverzinslichen Wertpapieren zu. Citigroup verloren 3,47 Prozent, während Bank of America 3,99 Prozent abgaben.

Noch tiefer abwärts fielen die Titel des Smartphone-Herstellers Blackberry. Sowohl Samsung als auch das kanadische Unternehmen dementierten einen Bericht über eine milliardenschwere Übernahme durch den südkoreanischen Elektronikriesen. Insidern hatten zuvor Reuters gesagt, dass Samsung mit einer Offerte über 7,5 Mrd. Dollar an Blackberry herangetreten sei. Daraufhin hatte sich die Blackberry-Aktie schlagartig um fast 30 Prozent verteuert. Nun stürzte sie wieder um 20,13 Prozent nach unten.

Ebenfalls einen kräftigen Kursabschlag erlitt die Elektronikhandelskette Best Buy. Anleger zeigten sich offenbar vom pessimistischen Umsatzausblick enttäuscht. Die Titel büßten satte 13,18 Prozent ein.

~ ISIN US2605661048 US6311011026 US78378X1072 ~ APA652 2015-01-15/19:27