Wiener Börse (Eröffnung) - ATX am Vormittag schwächer
Wien (APA) - Die Wiener Börse ist am Freitag mit schwächerer Tendenz in die Sitzung gestartet. Der ATX wurde gegen 9.45 Uhr mit 2.132,27 Pun...
Wien (APA) - Die Wiener Börse ist am Freitag mit schwächerer Tendenz in die Sitzung gestartet. Der ATX wurde gegen 9.45 Uhr mit 2.132,27 Punkten nach 2.141,00 Einheiten am Donnerstag errechnet, das ist ein Minus von 8,73 Punkten bzw. 0,41 Prozent.
Marktbeobachter verwiesen auf die schwachen Vorgaben aus Übersee als größten Belastungsfaktor. In den USA hatten enttäuschende Zahlen von Citigroup und Bank of America für Verluste gesorgt. Auch in Asien hielten sich die Anleger zurück.
Die Inflation ist in Österreich im Dezember indessen dank des Ölpreisrückgangs auf 1,0 Prozent gesunken, nach noch 1,7 Prozent im November. Das ist die niedrigste Teuerungsrate seit Februar 2010. Ohne Öl- und Spritpreisrutsch hätte die Inflation jedoch 1,6 Prozent betragen, wie die Statistik Austria erklärte. Im Gesamtjahr 2014 betrug die Rate 1,7 Prozent, nach 2,0 Prozent 2013.
Auch in Deutschland fiel sie auf den niedrigsten Stand seit 2009. Die Verbraucherpreise seien im Dezember um 0,2 Prozent im Jahresvergleich gestiegen, teilte das Statistische Bundesamt mit. Um 11.00 Uhr werden die Teuerungszahlen für die gesamte Eurozone veröffentlicht. Ansonsten stehen Inflationszahlen auch aus den USA auf der Agenda, sowie Daten zur US-Industrieproduktion und der Michigan Sentiment Index.
Bei den Einzelwerten haben die Analysten der Raiffeisen Centrobank (RCB) ihre Empfehlung für die Aktie der heimischen Immofinanz von „buy“ auf „hold“ revidiert und ihr Kursziel von 3,15 auf 2,10 Euro gesenkt. Hintergrund ist laut RCB die drastische Änderung ihrer Annahmen für den russischen Immobilienmarkt nach dem massiven Rubel-Verfall und dem kräftig eingetrübten Wirtschaftsumfeld in Russland. Immofinanz verbilligten sich 2,01 Prozent auf 2,05 Euro.
Die beiden Bankwerte tendierten indessen unterschiedlich. Raiffeisen kletterten nach ihrer jüngsten Talfahrt um 0,48 Prozent auf 10,55 Euro nach oben, während Erste Group 0,49 Prozent auf 19,28 Euro sanken.
Unter Druck präsentierten sich die Ölwerte. OMV reduzierten sich um 1,80 Prozent auf 21,31 Euro und Schoeller-Bleckmann fielen 1,78 Prozent auf 54,74 Euro.
Der ATX Prime notierte bei 1.078,89 Zählern und damit um 0,41 Prozent oder 4,41 Punkte tiefer. Im prime market zeigten sich 15 Titel mit höheren Kursen, 19 mit tieferen und drei unverändert. In zwei Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung. Bis 9.45 Uhr wurden im prime market insgesamt 502.296 (Vortag: 518.267) Stück Aktien in Einfachzählung mit einem Kurswert von 12,424 (14,24) Mio. Euro (Doppelzählung) gehandelt.
~ ISIN AT0000999982 ~ APA128 2015-01-16/10:01
Kommentare