ÖBB stellen die Weichen für das Hahnenkammrennen
An die 50.000 Fans werden wieder mit dem Zug nach Kitzbühel anreisen. Die Bundesbahnen überlassen dabei nichts dem Zufall.
Von Harald Angerer
Kitzbühel –Mit dem Zug bis ins Zielstadion – das gibt es nur in Kitzbühel beim Hahnenkammrennen. An die 300 Züge werden am nächsten Wochenende beim 75. Jubiläum der Großveranstaltung wieder an die 50.000 Zuschauer nach Kitzbühel bringen. Die Züge pendeln zwischen St. Johann und Kirchberg, besonders groß ist der Andrang von den Großparkplätzen bei den Haltestellen Oberndorf und Schwarzsee und dem Bahnhof Kirchberg.
„Wir sehen dem Rennen entspannt entgegen. Wenn wir die Hausaufgaben schon jetzt machen, gibt es dann keine Probleme. Die Herausforderung des ÖBB-Streckenmanagements ist es, die Infrastrukturanlagen so in Schuss zu haben, dass möglichst keine Störungen auftreten. Denn jede Störung würde Betriebsbehinderungen nach sich ziehen und den dichten Takt/Shuttleverkehr zwischen Kirchberg und St. Johann durcheinanderbringen“, sagt Fritz Brantl, Leiter des Anlagen-Service-Center Wörgl der ÖBB. So werden schon jetzt die gut 500 Weichen auf der Strecke Wörgl–St. Johann kontrolliert, um vor Überraschungen gefeit zu sein. „Zudem checken wir die betroffenen Infrastrukturanlagen wie Weichenheizungen, Oberleitung oder Schrankenanlagen im Vorfeld nochmals genau ab“, erklärt Brantl. Die provisorischen Verlängerungen der Bahnsteige in den Haltestellen Oberndorf und Schwarzsee sind auf ihre Tauglichkeit hin zu prüfen und gegebenenfalls anzupassen. Hier geht es darum, dass doppelte Nahverkehrszuggarnituren auch ausreichend Platz finden.
Schon seit Jahren ist dasselbe Team rund um das Hahnenkammrennen im Einsatz. „Dadurch haben wir viel Erfahrung und können uns sehr gezielt vorbereiten“, sagt Brantl. Rund 100 ÖBB-Mitarbeiter sind vor und dann während der Veranstaltung speziell für das Hahnenkammrennen im Einsatz. Zudem wird auch das Reinigungspersonal im Bereich Kitzbühel bis Kufstein um 110 Stunden mehr unterwegs und die Security-Mitarbeiter 70 Stunden zusätzlich im Einsatz sein.
Kommentare