Naturschutz im Fokus der Freerider
Kitzbühel – Aufgrund fortschrittlicher Ausrüstung und Technik ist das Skifahren im freien Skiraum immer attraktiver. Der Naturschutz darf da...
Kitzbühel –Aufgrund fortschrittlicher Ausrüstung und Technik ist das Skifahren im freien Skiraum immer attraktiver. Der Naturschutz darf dabei aber nicht vergessen werden. Im Rahmen eines Vortrags im Sporthotel Reisch in Kitzbühel erklärte Berufsförster Franz Heim kürzlich, wie Freeriden mit Rücksicht auf die Natur gelingt.
Ziel ist es, Bewusstsein zu schaffen, dass der Wald auch Lebensraum für Tiere und Refugium anderer Interessenvertreter (Förster, Jäger) ist. Heim ist sich aber sicher: „Solange die unterschiedlichen Interessenvertretungen miteinander reden und Spielregeln ausdiskutieren, wird jeder weiterhin sein Hobby ausleben können.“ Heim verwies auf einige Benimmregeln, die sich Freerider zu Herzen nehmen sollten. Zum einen sollte das Durchfahren eines Jungwaldes vermieden und die Wildfütterungsstellen umgangen werden. Im Gebiet um Kitzbühel halten rund 250 Gämsen ihre Winterruhe. Der Energieverbrauch eines Tieres vervierfacht sich, wenn sich die Schneemenge verdoppelt. Wenn die Gämsen zum Beispiel durch Freeriden in der Wildruhezone 30- bis 40-mal aufgescheucht werden, kann es sein, dass das Tier den Winter nicht überlebt. Freeride-Pro Matthias Haunholder zeigte sich vom Vortrag begeistert: „Ich glaube, es ist sehr wichtig, darüber Bescheid zu wissen, wie sich die Tiere im Winter verhalten, dann kann man das eigene Verhalten anpassen.“ (TT)
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