„Charlie Hebdo“ - Weltverband muslimischer Religionsgelehrter empört
Paris (APA/AFP) - Im Zusammenhang mit den neuerlichen Mohammed-Karikaturen in der neuen Ausgabe von „Charlie Hebdo“ kritisierte der Weltverb...
Paris (APA/AFP) - Im Zusammenhang mit den neuerlichen Mohammed-Karikaturen in der neuen Ausgabe von „Charlie Hebdo“ kritisierte der Weltverband der muslimischen Religionsgelehrten mit Sitz in Katar am Freitag „das schändliche und nicht zu entschuldigende Schweigen der Welt“ zu der „Beleidigung von Religionen“.
In einer Erklärung warnte die vom Prediger Jussuf al-Karadaui geleitete Organisation vor „schweren Konsequenzen“, sollten der Islam, der Koran und der Prophet weiter beleidigt werden, und rief zu „friedlichen Protesten“ auf. Der Prediger mit ägyptischen Wurzeln gilt als graue Eminenz der Muslimbrüder.
Die Regierung von Katar und der Weltverband der muslimischen Religionsgelehrten hatten den Anschlag auf „Charlie Hebdo“ in der vergangenen Woche beide verurteilt. In mehreren muslimischen Ländern gab es zuletzt jedoch Kritik oder Proteste gegen „Charlie Hebdo“ und Verbote für Medien, die die Karikaturen nachdruckten, unter anderem in der Türkei, in Jordanien, im Senegal, im Sudan und in Afghanistan.
Auch die Regierung von Katar verurteile, dass die französische Satire-Zeitung und andere europäische Medien wieder „beleidigende“ Bilder des Propheten Mohammed abgedruckt hätten, erklärte das Außenministerium am Freitag. Dies werde nur zu neuem „Hass und Ärger“ führen. Meinungsfreiheit bedeute nicht, andere zu beleidigen, ihre Gefühle zu verletzen oder sich über ihren Glauben lustig zu machen.
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