Leitbörsen in Fernost schließen mehrheitlich im Minus
Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben am Freitag mehrheitlich im Minus geschlossen. Der Nikkei-225 Index in Tokio fiel um 244,54 Zäh...
Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben am Freitag mehrheitlich im Minus geschlossen. Der Nikkei-225 Index in Tokio fiel um 244,54 Zähler oder 1,43 Prozent auf 16.864,16 Punkte. Zwischenzeitlich verloren Tokios Börsen deutlich an Terrain und dürften damit auf die Entkopplung des Schweizer Franken vom Euro reagiert haben.
Am Nachmittag wurden die Verluste etwas ausgeglichen, während der Yen nachgab. Der Hang Seng Index in Hongkong verlor 247,39 Zähler (minus 1,02 Prozent) auf 24.103,52 Einheiten und dürfte damit auf schlechte US-Vorgaben reagiert haben. Als heutiger Index-Primus stieg der Shanghai Composite um 40,05 Punkte oder 1,20 Prozent auf 3.376,50 Punkte.
Auch die Märkte in Singapur und Sydney schlossen sich dem Sog in die roten Zahlen an. Der FTSE Straits Times Index schloss bei 3.300,68 Zählern mit einem Minus von 38,16 Punkten oder 1,14 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney fiel 31,8 Zähler oder 0,60 Prozent auf 5.278,80 Einheiten.
In China legten die Festlandbörsen erneut zu, nachdem Gerüchte über weitere Maßnahmen der Regierung zur Ankurbelung der Wirtschaft aufkamen. Weiters haben Ausländer im vergangenen Jahr so viel in China investiert wie nie zuvor. Die ausländischen Direktinvestitionen stiegen um 1,7 Prozent auf 119,56 Mrd. Dollar. Damit verlangsamte sich das Wachstumstempo: 2013 hatten die ausländischen Direktinvestitionen noch um 5,3 Prozent zugelegt.
Weiters berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua, dass der chinesische Vizeminister für Staatssicherheit, Ma Jian, festgenommen wurde. Gegen ihn werde wegen „ernster Verstöße gegen Disziplin und Gesetze“ ermittelt. Mit dieser Formulierung werden meist Korruptionsvorwürfe umschrieben. Der Vizeminister ist das einflussreichste Regierungsmitglied, das im Rahmen der Anti-Korruptions-Kampagne des neuen Staats- und Parteichefs Xi Jinping festgenommen wurde.
In China waren die größten Gewinner die Papiere des Energiekonzerns Inner Mongolia Junzheng Energy & Chemical Industry mit einem Plus von etwas mehr als 10 Prozent. Der Eisenbahn-Wert China CNR legte ebenfalls um mehr als 10 Prozent zu. Der Unterhaltungskonzern Galaxy Entertainment Group war mit einem Rückgang um knapp viereinhalb Prozent schlechtester Wert.
In Japan verzeichneten viele Einzelwerte deutliche Abschläge die enge Geschäfte mit der Schweiz abwickeln. Chugai Pharmaceutical ist abhängig von Importen aus der Schweiz und die Aktien verloren 2,5 Prozent. Auch Sosei Group sackten 4,6 Prozent ab. Das Pharmaunternehmen generiert 75 Prozent seines Absatzes in der Schweiz.
Außerdem fiel der Gummi- und Harze-Hersteller JSR satte sechs Prozent, nach dem Medien berichteten, dass der operative Gewinn bei 8,07 Mrd. Yen liegen werde. Analysten hatten 9,84 Mrd. Yen erwartet. Das Unternehmen wird jedoch erst am 26. Jänner seine Geschäftszahlen vorlegen. Hingegen konnten sich die Papiere der Restaurantkette Bronco Billy mit herausragenden plus 7,4 Prozent vom schlechten Trend abheben. Das Unternehmen hatte starke Umsatzzahlen präsentiert und den Ausblick verbessert.
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