Bereits sieben Millionen Karten für Weltexpo in Mailand verkauft
Rom (APA) - Vier Monate vor Beginn der Weltexpo in Mailand mehren sich die Anzeichen darauf, dass es in der Metropole zu einem Besucheranstu...
Rom (APA) - Vier Monate vor Beginn der Weltexpo in Mailand mehren sich die Anzeichen darauf, dass es in der Metropole zu einem Besucheransturm kommen wird. 7,2 Millionen Karten wurden bereits für das Event von Mai bis Oktober verkauft, was die Erwartungen der Organisatoren deutlich übertraf. Allein in der Weihnachtszeit wurden 200.000 Karten verkauft, berichtete der Expo-Verantwortliche Giuseppe Sala.
20 Millionen Besucher erwartet man für die Weltexpo, die unter dem Leitthema „Den Planeten nähren, Energie fürs Leben“ veranstaltet wird. Im Fokus steht die wirtschaftliche Forschung im Zeichen des Umweltschutzes. 24 Millionen Eintrittskarten sollen während der sechsmonatigen Öffnungszeit verkauft werden. Bis zum Einweihungstag am 1. Mai hoffen die Veranstalter, zehn Millionen Karten zu verkaufen. 15.000 Freiwillige sollen während der Weltexpo im Einsatz sein. Das Event soll einen Umsatz von fünf Milliarden Euro generieren.
Österreich wird mit einem 560 Quadratmeter großen Pavillon bei der Weltexpo präsent sein. Mit dem Pavillon soll die ökologische und technische Kompetenz Österreichs besonders hervorgehoben werden. Auf dem Expo-Gelände wird ein Wald gepflanzt, der „reine österreichische Luft“ produziert. Die Pflanzen werden eine Blattoberfläche von insgesamt 43.200 Quadratmeter haben und pro Stunde 62,5 Kilo Sauerstoff erzeugen.
Für den Österreich-Pavillon ist ein Team der Technischen Universität Graz verantwortlich. Die Steirer werden mit dem eigens gepflanzten Wald, der ein perfektes Raumklima schaffen soll, für gute Luft sorgen. Pro Stunde werde er Sauerstoff für 1.800 Menschen liefern, erklärt Klaus K. Loenhart, Architekt des Projekts und Leiter des Instituts für Architektur und Landschaft an der TU Graz. Die Landschaft auf drei Ebenen mit heimischen Bäumen, Sträuchern und Gräsern im Inneren des österreichischen Pavillons zeigt außerdem die Vielfalt der heimischen Natur-von einfachen Moosen bis zu 15 Metern hohen Bäumen.
Für Österreichs Expo-Beteiligung insgesamt gibt es ein Budget von zwölf Millionen Euro, das zu drei Vierteln vom Wirtschaftsministerium und zu einem Viertel von der Wirtschaftskammer zur Verfügung gestellt wird. Eine hochkarätige Jury hatte im Dezember 2013 das beste Projekt für den österreichischen Pavillon bei der Weltexpo gewählt. Das Projekt „breathe.austria“ wurde unter 56 Einreichungen ausgewählt.
Mailand will sich anlässlich der Expo kräftig herausputzen. Die Metropole konnte im Hinblick auf die Weltausstellung mit massiven Investitionen rechnen und will sich als „Knotenpunkt der Welt“ profilieren. Die Veranstalter erwarten sich einen Konjunkturschub für die von einer schweren Rezession geplagten Wirtschaftsmetropole sowie für Norditalien allgemein.
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