Ukraine meldete trotz Konflikts neuen Rekord bei Getreideernte

Kiew (APA/AFP) - Die Ukraine hat trotz des Verlusts der Krim und des blutigen Konflikts im Osten des Landes einen neuen Rekord bei der Getre...

Kiew (APA/AFP) - Die Ukraine hat trotz des Verlusts der Krim und des blutigen Konflikts im Osten des Landes einen neuen Rekord bei der Getreideernte eingefahren. Die Getreideernte sei im vergangenen Jahr um 2,4 Prozent auf 63,8 Mio. Tonnen gestiegen, teilte die ukrainische Statistikbehörde am Freitag mit. 2013 waren demnach 63 Mio. Tonnen geerntet worden.

Die frühere Sowjetrepublik gilt mit ihren extrem fruchtbaren Böden als Kornkammer Europas und ist einer der größten Getreideproduzenten der Welt.

Mit der Ernte 2013 verdrängte die Ukraine das benachbarte Russland vom dritten Platz der Getreideexporteure. Die Annexion der Schwarzmeerhalbinsel Krim durch Russland und der Konflikt mit den prorussischen Separatisten im Osten des Landes führte jedoch zu einer schweren Wirtschaftskrise und dem Verfall der Währung und ließ einen Einbruch bei der Getreideernte befürchten. Im August warnte Ministerpräsident Arseni Jazenjuk, die Ernte könnte um 15 Prozent zurückgehen.

Laut der Statistikbehörde legte Weizen gegenüber 2013 um fast zehn Prozent auf 24 Mio. Tonnen zu, Gerste um 23 Prozent auf neun Mio. Tonnen und Hirse gar um 80 Prozent auf 178.000 Tonnen. Mais ging dagegen um acht Prozent auf 28 Mio. Tonnen zurück, Roggen sank um 25 Prozent auf 480.000 Tonnen und Buchweizen um sechs Prozent auf 167.000 Tonnen. Russland meldete 2014 eine Getreideernte von 105 Mio. Tonnen, wobei die Krim miteingeschlossen war.