Fall Raif Badawi

Islamische Glaubensgemeinschaft kritisiert Strafe gegen Blogger

Die Bestrafung des Bloggers Raif Badawi löste weltweit Empörung aus. Am Freitag wurde sie zumindest vorerst ausgesetzt.
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Die grausame Strafe gegen den kritischen Blogger sei „umgehend aufzuheben“, so die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich.

Wien/Riad – Auch die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGiÖ) übt scharfe Kritik an der Auspeitschung des Bloggers Raif Badawi. „Wir können aus islamischer Perspektive nicht nachvollziehen, warum eine missliebige Meinungsäußerung eine dermaßen unverhältnismäßige Strafe nach sich ziehen soll“, teilte die IGGiÖ am Freitag in einer Aussendung mit. Sie schade „dem Ansehen des Islam massiv“.

„Die grausame Bestrafung Raif Badawis durch Auspeitschen weckt zu Recht weltweite Empörung“, kritisiert die IGGiÖ. Sie sei „umgehend“ aufzuheben. Weil Saudi-Arabien mit seinen heiligen Stätten in Mekka und Medina als Zentrum des Islam wahrgenommen werde, drohen negative Schlagzeilen wie diese „allgemein auf die Einstellung gegenüber Muslimen abzufärben“.

„Anstatt dass Saudi Arabien Hochglanzbroschüren über die Schönheit des Islams in die ganze Welt sendet, hilft uns Muslimen in Europa viel mehr die Einhaltung der Menschenrechte in Saudi Arabien“, betont die IGGiÖ. (APA)