Seattle und New England Favoriten auf Super-Bowl-Tickets
Der Titelverteidiger aus Seattle bekommt es mit den Green Bay Packers zu tun. New England trifft auf die Indianapolis Colts.
Seattle – In der NFL geht es am Sonntag (ab 21.05 Uhr/live Puls 4) um den Einzug in die Super Bowl. Titelverteidiger Seattle Seahawks könnte als erstes Team seit zehn Jahren zum zweiten Mal in Folge das Endspiel erreichen. Im Finale der National Football Conference (NFC) stellen sich den Defensivspezialisten aus Seattle die Green Bay Packers um Starquarterback Aaron Rodgers in den Weg.
In der American Football Conference (AFC) kommt es danach zum Duell zweier herausragender Spielmacher, die wie Rodgers die Nummer 12 tragen. Routinier Tom Brady, bereits dreifacher Super-Bowl-Champion, empfängt mit seinen New England Patriots die Indianapolis Colts von Jungstar Andrew Luck. Der 25-Jährige steht erstmals in seiner Karriere im NFL-Halbfinale. Seattle und New England gelten dort allerdings als klare Favoriten.
Rodgers kämpft mit der Fitness
Seattle hatte Green Bay bereits zum Saisonstart mit 36:16 in die Schranken gewiesen. Prunkstück des Meisters ist die Defense. „Wir müssen effizient sein“, weiß Rodgers. Der 31-Jährige, mit den Packers bereits 2011 Super-Bowl-Champion, hatte in den vergangenen Wochen mit Oberschenkelproblemen zu kämpfen. Auch Runningback Eddie Lacy klagte zuletzt über Kniebeschwerden.
Die Atmosphäre in Seattle, bekannt für seine lautstarken Fans, ist auch für eine fitte Mannschaft schwierig genug. Die Seahawks haben ihre vergangenen sieben Partien gewonnen, dazu die jüngsten acht Play-off-Heimspiele. Ihr Ziel ist der zweite Super-Bowl-Triumph in Folge. „Wir sind auf einer Mission. Es ist aufregend, aber der Job ist noch nicht erledigt“, betonte Quarterback Russell Wilson. „Wir müssen ein Spiel nach dem anderen angehen.“
Wie sich eine erfolgreiche Titelverteidigung anfühlt, weiß Brady, dem das 2005 mit New England als bisher letztem Team gelungen ist. Der 37-Jährige hat seine sechste Super-Bowl-Teilnahme im Visier. In den USA wurde zuletzt auch über sein Temperament diskutiert. „Ich muss emotional sein, um auf meinem höchsten Level spielen zu können“, erklärte Brady, warum sich Gegen- und Mitspieler mitunter laute Worte gefallen lassen mussten.
Bisher größte Prüfung für Luck
Für Luck wird das Duell mit der Legende zu seiner bisher größten Prüfung. Der frühere Superstar der Universität von Stanford hat Indianapolis in jeder seiner bisher drei NFL-Saisonen ins Play-off geführt. Gegen New England hat er in drei Anläufen aber noch nie gewonnen. Im Vorjahr setzte es im Divisional Play-off (entspricht dem NFL-Viertelfinale) eine besonders bittere 22:43-Niederlage. In der regulären Saison verloren die Colts 20:42.
„Ich würde meinen, ich bin jetzt ein besserer Quarterback, und wir sind ein besseres Team“, sagte Luck. „Wir haben das Zeug, auch unvorhergesehene Situationen zu meistern.“ Derer könnte es gegen Patriots-Coach Bill Belichick einige geben. Der Taktikfuchs will endlich seinen vierten Super-Bowl-Titel, den ersten seit 2005. 2008 und 2012 hatte New England jeweils im Endspiel gegen die New York Giants das Nachsehen. (APA)