„Charlie Hebdo“ - Muslime bekennen sich in Berlin zu Pressefreiheit

Berlin (APA/dpa) - Rund 50 Vertreter der islamischen Religionsgemeinschaft Ditib haben vor dem Berliner Axel-Springer-Haus für Meinungs- und...

Berlin (APA/dpa) - Rund 50 Vertreter der islamischen Religionsgemeinschaft Ditib haben vor dem Berliner Axel-Springer-Haus für Meinungs- und Pressefreiheit demonstriert. Landesvize Süleyman S. Kücük verurteilte am Freitag in seiner Rede den Terroranschlag auf das Satiremagazin „Charlie Hebdo“ in Paris.

„Wir dürfen solchen Angriffen auf unsere Werte nicht nur mit Worten begegnen“, sagte er. „Wir müssen als Religionsgemeinschaft deutlich machen, dass wir uns mit unserem Glauben und unseren Gemeinden für die Freiheiten und das Leben eines Jeden einsetzen“, so Kücük.

„Bild“-Chefredakteur Kai Diekmann begrüßte die Demonstranten gemeinsam mit seinen Kollegen von „Bild am Sonntag“, „Welt“ und „B.Z.“ vor dem Gebäude des Verlagshauses und dankte ihnen für ihr Bekenntnis zu den Freiheitsrechten und für die Absage an Gewalt.

Die konservative Türkisch Islamische Union ist die mit Abstand größte muslimische Organisation in Deutschland. Sie hatte für Freitag landesweit zu Mahnwachen für Meinungsfreiheit aufgerufen. In Berlin kamen fast so viele Journalisten wie Demonstranten.