18 Jugendliche überlebten auf „Insel“ Überschwemmungen
Die Überschwemmungen in Mosambik und Malawi forderten bereits über 60 Todesopfer. Und es soll weiter regnen.
Maputo – Wie durch ein Wunder haben 18 vermisste Kinder und Jugendliche die schweren Überschwemmungen in Mosambik überlebt. Als die Fluten des Flusses Licungo am Montag plötzlich anschwollen, konnte sich die Gruppe nach Behördenangaben vom Freitag auf eine Anhöhe retten, die wie eine kleine Insel aus dem reißenden Strom ragte.
Bis sie von einem Hubschrauber der Regierung entdeckt und gerettet wurden, ernährten sie sich demnach von Mangos und anderen Früchten, die sie bei sich trugen. Die Gruppe habe an einem mehrtägigen Initiationsritus teilgenommen, mit dem der Übergang der 15-Jährigen zum Erwachsensein gefeiert werde, sagte die Verwaltungschefin des Bezirks Mocuba, Teresa Mauaio, der Nachrichtenagentur AFP. Als sie sich einsam auf der „Insel“ wiederfand, habe sie einfach die traditionellen Riten fortgesetzt, als wäre nichts geschehen.
Nach heftigen Regenfällen am Wochenende hatten sich viele Flüsse in Mosambik und vor allem im benachbarten Malawi in reißende Flüsse verwandelt. Mindestens 60 Menschen ertranken, rund Hunderttausend wurden obdachlos. Dutzende Menschen galten am Freitag noch als vermisst. Malawis Staatschef Peter Mutharika sprach von einer „nationalen Tragödie“ und forderte dringend Hilfe aus dem Ausland an.
Eine UN-Vertreterin sprach von den schwersten Überschwemmungen seit mindestens fünf Jahren in Malawi. Die Lage sei katastrophal, sagte Hein Zeelie, die für die UNO die Nothilfe in dem Land koordiniert, der AFP. Malawi bereite sich zwar stets gut auf die Regenzeit vor, aber mit einer derartigen Wasserflut habe niemand gerechnet. Für das Wochenende sagten die Experten weiteren sintflutartigen Regen für das Grenzgebiet voraus. (dpa)
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