Ski alpin: Nachgefragt bei Wengen-Sieger Carlo Janka
Wengen (APA) - Nachgefragt beim Schweizer Skirennläufer Carlo Janka, der am Freitag die Weltcup-Kombination der alpinen Ski-Herren in Wengen...
Wengen (APA) - Nachgefragt beim Schweizer Skirennläufer Carlo Janka, der am Freitag die Weltcup-Kombination der alpinen Ski-Herren in Wengen gewonnen hat:
Frage: Sie haben Ihren ersten Sieg seit fast vier Jahren gefeiert. Wie fühlen Sie sich?
Janka: „Das ist sicher ein spezieller Tag. Die vergangenen vier Jahre waren nicht einfach. Dass ich jetzt wieder ganz oben stehen darf, und das noch dazu in Wengen, genieße ich wirklich sehr.“
Frage: Was waren die schwierigsten Momente in den vergangenen Jahren?
Janka: „Es gab sehr viele schwierige Momente. Bitter war zum Beispiel die Olympia-Abfahrt 2014 in Sotschi (Rang sechs, Anm.), in der für mich sehr viel mehr möglich war. Oder der Riesentorlauf in Alta Badia, in dem ich acht Sekunden langsamer als Ted Ligety war (Dezember 2012, Anm.). Acht Sekunden, das ist schon sehr viel. Jetzt bin ich froh, dass ich auf dem Weg zurück bin. Mal schauen, ob ich wieder an die guten alten Zeiten anschließen kann.“
Frage: Wie erklären Sie sich Ihre starke Slalomleistung?
Janka: „Ich habe nur zwei Tage Slalom trainiert. Dass ich beim Slalom in Adelboden Vorfahrer war, hat mir sicher auch geholfen. Ich wusste, was ich kann. Aber ich wusste nicht, was mir das für eine Platzierung bringen wird. Während des Slaloms hatte ich überhaupt keine Ahnung, ob ich gut war oder ganz schlecht. Das hab ich dann erst im Ziel gesehen.“
Frage: Sehen Sie eine Zukunft für die Disziplin Kombination?
Janka: „Fakt ist, dass wir einen Weg finden müssen, um diesen Bewerb attraktiver für die Zuschauer zu machen. Die Abfahrer fühlen sich meistens stark benachteiligt.“
Frage: Es war bereits Ihr dritter Wengen-Sieg. Haben Sie eine Erklärung, warum es für Sie auf dem Lauberhorn immer so gut läuft?
Janka: „Hier funktioniert für mich vieles, das wo anders nicht funktioniert. Warum, das kann ich selbst nicht so richtig beantworten. Wengen ist einfach ein magischer Ort für mich. Hier ist es auch in meinen schwierigsten Saisonen immer gut gelaufen. Das Selbstvertrauen ist hier von Grund auf ein bisschen höher als auf den anderen Strecken.“
Frage: Würden Sie sich nun als Favoriten für die Abfahrt am Sonntag bezeichnen?
Janka: „Das heutige Rennen hat mir viel Selbstvertrauen gegeben. Aber ich denke, dass ich noch immer in der Rolle des Herausforderers bin. Die Topfavoriten heißen Kjetil Jansrud und Matthias Mayer. Das Rennen fängt wieder bei Null an, es muss wieder alles zusammenpassen.“
Frage: Sie hatten in den vergangenen Jahren viele gesundheitliche Probleme, u.a. mit dem Rücken und mit dem Herzen. Wie geht es Ihnen aktuell?
Janka: „Ich kann schmerzfrei skifahren, dafür bin ich sehr dankbar. Und auch meine Energiereserven sind voll.“
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