Mailand sagt Graffiti-Künstlern den Kampf an

Rom (APA) - Mailand sagt Graffiti-Künstlern den Kampf an. Die Stadtpolizei hat eine „Schwarze Liste“ mit den Namen von 900 Jugendlichen erst...

Rom (APA) - Mailand sagt Graffiti-Künstlern den Kampf an. Die Stadtpolizei hat eine „Schwarze Liste“ mit den Namen von 900 Jugendlichen erstellt, über die nun Informationen gesammelt werden. Insgesamt schätzt man, dass in Mailand 1.300 Sprayer im Einsatz sind. Sie sollen der Stadt 100 Millionen Euro Schäden verursacht haben.

„Viele Graffiti-Künstler posten auf Instagram, Facebook und anderen Sozialen Netzwerken Bilder mit ihren Werken, um sich bekannt zu machen. Über diese Wege versuchen wir diejenigen zu identifizieren, die für das Besprühen von Bahn- oder U-Bahn-Waggons, Bussen oder Wänden verantwortlich sind“, sagte ein Polizeisprecher.

Mailand spielt eine führende Rolle bei der Bekämpfung von Sprayern. Zwei von ihnen waren im vergangenen Jahr zu sechs Monaten Haft verurteilt worden. Gegen 40 weitere Jugendliche sind Ermittlungen aufgenommen worden. Ihnen wird vorgeworfen, die U-Bahn beschmiert zu haben, berichtete die römische Tageszeitung „La Repubblica“.

Der bekannte Graffiti-Künstler Paolo Bordini kritisierte die Kampagne der Stadt Mailand. „Statt die Künstler zu verfolgen, sollte man ‚legale‘ Flächen zur Verfügung stellen. In Turin wird ein Graffiti-Festival mit internationalen Gästen organisiert, das auch Touristen lockt“, betonte Bordini.