Musik

EAV vs. Andreas Gabalier: Viel Krach um die Tracht

„Volks-Rock’n’Roller“ Andreas Gabalier.
© Thomas Steinlechner Starmaker

Die EAV hat sich mit dem Song „Lederhosen-Zombies“ Andreas Gabalier vorgenommen - angeblich.

Wien – Viel hat es nicht gebraucht, eigentlich nur ein paar scharfe Sätze von EAV-Sänger Klaus Eberhartinger anlässlich seines neuen Songs „Lederhosen-Zombies“, von vielen verstanden als Angriff auf „Volks-Rock’n’Roller“ Andreas Gabalier sowie dessen Fans. Und schon war der Krach um die Tracht und billigen Trachtenlook perfekt. „Bist du deppat. Da waren schon Sachen dabei, wie uns den Tod zu wünschen, bis zum Vergasen. Gabalier-Fundamentalisten waren da am Werk, da habe ich schon gestaunt“, sagte Eberhartinger gestern, der bereits auf Facebook in einem Statement klarstellt, dass der Song kein Angriff auf Gabalier sein sollte.

Dieser hat sich trotzdem auch auf Facebook zu Wort gemeldet: Er lasse es ganz bestimmt nicht zu, dass man mehr als eine halbe Million begeisterte Fans als „Unkultur“ darstelle, „die sich sowieso nur ins Dirndl und in die Lederhose stecken, um sich bei den Konzerten ins Koma zu saufen!“, schrieb er.

Eberhartinger präzisierte gestern noch einmal seine Kritik: „Jedes scheiß Dorf hat sein Oktoberfest. Das sind keine Trachtenveranstaltungen, sondern Kostümfeste, wo man sich verkleidet, um sich gemeinsam ins Koma saufen zu können. Und da kommt der Trachtenlook, mit weißen und pinken Lederhosen.“ Auch Modezar Lagerfeld habe die Tracht gelobt und den Trachtenlook hingegen verurteilt.

„Ich liebe die österreichische Tracht, die hat nicht nur Tradition, sondern ist eine der schönsten Trachten auf der Welt. Eine Lederhose macht was her.“ Das Instrumentalisieren der Tracht „durch so Alkohollobbys“ lehne er hingegen ab, erläuterte der EAV-Frontmann. Gabalier wiederum habe die Tracht als gutes Genre für sich entdeckt, das man vermarkten kann. „Aber was da hereingebrochen ist, das ist ein Radikalismus, der kommt schon aus dem rechten Eck und viel Blaue sind auch dabei gewesen“, so Eberhartinger über die Reaktionen auf den angeblichen Disput.

Der Internet-Krach soll nun aber wieder vorbei sein. Per Facebook schickte Eberhartinger Gabalier freundschaftliche Grüße. Genützt hat das Ganze, egal, wer den Krach ausgelöst hat, wohl beiden. Gaba­lier konnte sich zum Trachtenlook bzw. seinen Fans bekennen. Und Eberhartinger hat so nebenbei genug Aufmerksamkeit auf das neue EAV-Album, das am 30. Jänner erscheint, lenken können. (TT, APA)