WM am Kreischberg

Slopestyle-Training von schweren Stürzen überschattet

Der Italiener Nicola Dioli und sein Kollegen hatten im Slopestyle-Training mehr mit den widrigen Wetterbedingungen als mit den Obstacles am Kurs zu kämpfen.
© Gepa

Nach dem schweren Unfall von Charlotte van Gils wurde das erste Training für den Slopestyle-Bewerb am Kreischberg abgebrochen.

Kreischberg – Weiche Schneeverhältnisse und dadurch viele Schläge in der Piste haben das erste Training der Slopestyler bei den Weltmeisterschaften am Kreischberg zu einer gefährlichen Angelegenheit werden lassen. Die Übungseinheit der Snowboarder wurde Samstagnachmittag nach mehreren Stürzen abgebrochen, zwei Athletinnen wurden nach der Erstversorgung ins LKH Judenburg geflogen.

Die Niederländerin Charlotte van Gils war nach ihrem Sturz aus der gesicherten Piste geflogen und in einen Baum gekracht. Laut Notarzt Roland Baumgartner sei ihr Helm am Hinterkopf zu Bruch gegangen. Sie sei immer bei Bewusstsein gewesen, hieß es in einer Mitteilung des WM-Organisators. Sie muss die Nacht zur Beobachtung im Krankenhaus bleiben. Nähere Informationen lagen nicht vor. Die Schweizerin Camillia Berra zog sich bei ihrem Sturz eine Schulterluxation zu.

„Es war richtig schwierig, der Kurs ist super. Aber mit dem Regen und dem weichem Schnee haben sich viele Schläge gebildet, dadurch ist es extrem gefährlich worden. Und wenn man sich kurz vor dem Absprung verschneidet, was teilweise leider passiert ist, dann kann man sich auch schwer verletzen, was leider auch passiert ist“, sagte ÖSV-Trainer Christian Scheidl.

Am Kurs selbst habe es laut Scheidl bei der Trainerbesprechung nach dem Training nur kleine Änderungswünsche gegeben. Hauptproblem sei das Wetter gewesen. „Der Kurs ist gut. Jetzt müssen wir schauen, ob sie den Kurs wieder so herrichten, wie er sein soll. Sie werden sicher alles dransetzen. Das wird nicht so leicht, weil der Schnee so weich ist.“ Er habe aber vollstes Vertrauen in die Organisatoren. (APA)