UNO: Darfur droht zur Brutstätte für militante Islamisten zu werden

UN-Experten verweisen auf durchlässige Grenzen und Kontakte mit Stämmen in Libyen, Mali, Niger und Zentralafrika.

New York – Die sudanesische Unruheregion Darfur droht nach Angaben der Vereinten Nationen zur Brutstätte für militante Islamisten zu werden. Das Gebiet im Westen des Sudan könnte „potenziell fruchtbarer Boden“ für den Einfall von Jihadisten sein, warnte ein von den Vereinten Nationen eingesetztes Expertengremium in seinem am Freitag veröffentlichten Jahresbericht.

Zum einen seinen die Grenzen durchlässig. Zum anderen gebe es enge Beziehungen zwischen Stämmen im Sudan und in Libyen, Mali, Niger und der Zentralafrikanischen Republik. Das Ausmaß der Bedrohung lasse sich aber noch nicht konkret beschreiben.

In Darfur liefern sich seit 2003 verschiedene Volksgruppen und die Regierung in Khartum einen Konflikt, in dem nach Angaben der UNO 300.000 Menschen getötet und Millionen weitere vertrieben wurden. Eine Konfliktpartei sind von der Regierung unterstützte arabische Reiter-Milizen.

Die Lage in Darfur ist nach wie vor prekär. So seien allein zwischen Dezember 2013 und April 2014 mehr als 3320 Dörfer zerstört worden, heißt es in dem Bericht des UNO-Gremiums unter Berufung auf die Regionalbehörde von Darfur. (APA/Reuters)


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