Weiterer Hinweis auf Rolle von NSA bei Trojaner „Regin“

Berlin/Washington (APA/dpa) - Hinweise auf eine Verbindung zwischen dem US-Geheimdienst NSA und der Spionage-Software „Regin“ hat es schon l...

Berlin/Washington (APA/dpa) - Hinweise auf eine Verbindung zwischen dem US-Geheimdienst NSA und der Spionage-Software „Regin“ hat es schon länger gegeben, jetzt gibt es ein weiteres Indiz dafür. Die IT-Sicherheitsfirma Kaspersky stellte fest, dass „Regin“ und ein von westlichen Geheimdiensten verwendetes Programm denselben Softwarecode für das Mitschneiden der Tastatur-Anschläge haben.

Über das Spähprogramm „QWERTY“, das von der Geheimdienst-Allianz „Five Eyes“ eingesetzt wird, hatte vor kurzem das Hamburger Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ berichtet. Es hat Unterlagen dazu aus dem Fundus des Informanten Edward Snowden. Zu der „Five Eyes“-Allianz gehören die Geheimdienste der USA, Großbritanniens, Kanadas, Australien und Neuseelands.

Mit dem komplexen „Regin“-Programm wurden offenbar jahrelang Unternehmen und Behörden vor allem in Russland und Saudi-Arabien ausgespäht. Elemente von „Regin“ sollen aber auch bei Angriffen der NSA (National Security Agency) und ihres britischen Partnerdienstes GCHQ (Government Communications Headquarters) auf EU-Institutionen und den belgischen Telekom-Konzern Belgacom festgestellt worden sein. Ende Dezember war „Regin“ zudem auf einem Computer einer Mitarbeiterin im Europareferat des deutschen Kanzleramts entdeckt worden.

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