Am Rande der Sonne: Neues Calexico-Album mit viel Hilfe - Popnews

Wien (APA) - Die US-amerikanische Band Calexico hat sich in den vergangenen Monaten offenbar am Rande der Sonne aufgehalten: Entsprechend be...

Wien (APA) - Die US-amerikanische Band Calexico hat sich in den vergangenen Monaten offenbar am Rande der Sonne aufgehalten: Entsprechend betitelt die Gruppe um Joey Burns ihr am 10. April erscheinendes, mittlerweile achtes Studioalbum „Edge of the Sun“. Die sonnigen Gefilde fand man u.a. in Mexico City, wo ein Teil der Aufnahmen entstanden ist, aber auch Südeuropäisches fließ in die zwölf Stücke ein.

Denn immerhin steuerten die Multiinstrumentalisten der griechischen Band Takim einige Klänge zum neuen Werk bei. Darüber hinaus finden sich Gastauftritte von Sam Beam (Iron & Wine), Neko Case oder Ben Bridwell (Band of Horses). Mit „Cumbia de Donde“ gibt es bereits einen ersten Höreindruck, veredelt von Sängerin Amparo Sanchez, der durch variantenreiche Instrumentierung besticht.

Keine Verschleißerscheinungen lässt das neue Idlewild-Album „Everything Ever Written“ erkennen: Der Longplayer der schottischen Indie-Band wird am 20. Februar erscheinen und sprintet 17 Jahre nach dem Debüt energisch drauflos. „Collect Yourself“ gelingt als Einstieg ebenso konsequent wie überzeugend, ein Gespür für Melodie und das gewisse Etwas an Härte verschmelzend. Das von Gitarrist Rod Jones produzierte Werk hat aber deutlich mehr zu bieten als „nur“ hemdsärmeligen Rock: In „So Many Things To Decide“ gibt sich Sänger Roddy Woomble anschmiegsam, „Like A Clown“ pendelt zwischen Folk und Country und das überlange „(Use It) If You Can Use It“ versprüht den psychedelischen Duft der 70er.

Knapp zweieinhalb Jahre nach ihrem letzten Output „The Danger Of Light“ veröffentlicht Sophie Hunger wieder ein neues Studioalbum: Die Schweizer Musikerin bringt am 24. April „Supermoon“ in die Läden, das sie in Brüssel und San Francisco aufgenommen hat. Produziert hat Hunger die neuen Songs gemeinsam mit John Vanderslice, gemischt wurde die Platte von Mark Lawson. Am 26. Mai stellt Hunger das neue Material live im Wiener Konzerthaus vor.

Foo Fighters-Bassist Nate Mendel geht unter die Solokünstler: Am 10. März veröffentlicht der US-Amerikaner sein sperrig betiteltes Debüt „If I Kill This Thing We‘re All Going To Eat For A Week“. Unterstützung erhielt Mendel, der als Sänger und Gitarrist gute Figur macht, von Joe Plummer am Schlagzeug und Gästen wie Helmet-Mastermind Page Hamilton oder Josiah Johnson von The Head and the Heart. Die erste Single „Belle Epoque“ offenbart melancholisch-entspannten Rock, das rumpelnde „Rattled“ segelt im 90er-Jahre-Fahrwasser und „Artificial Limbs“ zeigt die melodische Schlagseite des 46-Jährigen.

Ins „Rockland“ begeben sich Katzenjammer: Das norwegische Folkrock-Quartett hat mit Unterstützung des australischen Produzenten Victor Van Vugt ein tief in Country und Blues verwurzeltes Album vorgelegt, das nicht zu knapp in Richtung Zugänglichkeit schielt. „Wir wollten zurück zu den Wurzeln gehen, enthüllt und ohne all diese symphonischen Extras“, wird Anne Marit Bergheim vom Label zitiert. Stücke wie das groovige „Curvaceous Needs“ oder das melodieverliebte „My Own Tune“ bestätigen dies, wenngleich die reduzierte Grundausstattung auf Dauer leichte Abnützungserscheinungen offenbart. Kurzweilig sind die elf Nummern dennoch geraten.


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