74-Jähriger musste acht Stunden in Lawine auf Rettung warten

Der Steirer wurde kurz vor Mitternacht stark unterkühlt gefunden und ins Spital gebracht.

(Symbolfoto)
© APA/Gindl

Bruck-Mürzzuschlag – Acht Stunden hat ein 74 Jahre alter Mann aus dem Bezirk Bruck-Mürzzuschlag am Samstag nach einem Lawinenabgang teilweise verschüttet auf Rettung gewartet. Er wurde kurz vor Mitternacht von Suchtrupps gefunden, der Mann war stark unterkühlt, aber ansprechbar. Er wurde verletzt ins Krankenhaus Hochsteiermark gebracht. Das Schneebrett, das ihm zum Verhängnis wurde, hatte er selbst ausgelöst.

Nach Angaben der Polizei war der Pensionist mit Tourenskiern von Seewiesen in der Gemeinde Turnau (Bezirk Bruck-Mürzzuschlag) auf den sogenannten Oischinggipfel im Gebiet des steirischen Seebergs aufgestiegen. Gegen 15 Uhr fuhr er in steilem Waldgelände Richtung Seewiesen ab. Dabei löste er ein Schneebrett aus, das ihn rund 500 Meter mit sich riss. Der 74-Jährige konnte sich nicht selbst befreien und auch keine Hilfe rufen, weil er sein Mobiltelefon in der Lawine verloren hatte. Als er am Abend noch immer nicht nach Hause gekommen war, alarmierte seine Frau die Polizei.

Gegen 21 Uhr wurde die Rettungsaktion von Polizei, Bergrettung und Feuerwehr gestartet. Das Telefon des Mannes konnte über eine Standortpeilung lokalisiert werden, damit war der ungefähre Unglücksort definiert. Ein Hubschrauber mit Nachtsichtgerät wurde angefordert, die Besatzung lokalisierte im Suchgebiet den Lawinenabriss und wies die Suchmannschaften ein. Danach stießen die Helfer bald auf den Verschütteten. Der Verletzte wurde von Bergrettern ins Tal gebracht und dann mit der Rettung ins Krankenhaus eingeliefert. (APA)

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