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Handball: Karabatic führte Frankreich erneut zu Gold

Doha (APA/dpa) - Für Frankreichs Erfolgsteam ist das Finale der Handball-Weltmeisterschaft in Katar fast wie gewohnt verlaufen. Neben der Ma...

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Doha (APA/dpa) - Für Frankreichs Erfolgsteam ist das Finale der Handball-Weltmeisterschaft in Katar fast wie gewohnt verlaufen. Neben der Marseillaise und dem obligatorischen Konfettiregen mussten Weltstar Nikola Karabatic und Co. einzig auf die Champagner-Dusche verzichten. Nach dem fünften Titelgewinn nach 1995, 2001, 2009 und 2011 krönten sich „Les Bleus“ zum Rekordweltmeister - und haben noch nicht genug.

Mit einem 25:22 (14:11) im Endspiel von Doha stoppten die Franzosen den Lauf des Gastgebers. Nach Gold bei der EM und Olympia haben die Blauen damit zum zweiten Mal alle wichtigen Titel auf sich vereint. Neben dem zum besten Spielmacher des Turniers ausgezeichneten Karabatic freuten sich auch die Altstars Jerome Fernandez und Thierry Omeyer, die nun jeweils vier WM-Titel in ihrer Vita stehen haben.

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Der 38-jährige Omeyer wurde nicht nur zum besten Schlussmann der WM gekürt, sondern auch als wertvollster Spieler des Turniers ausgezeichnet. Im Finale zeigte er neun Paraden, sein Gegenüber Danijel Saric warf sich beachtliche 14 Mal erfolgreich in den Weg der Franzosen. Frankreichs Leader und eindrucksvollster Akteur war jedoch wieder der 30-jährige Karabatic.

„Ein Finale spielt man nicht, ein Finale gewinnt man“, hatte der Superstar vor der Partie gesagt. Und genauso spielte der Welthandballer von 2007 und nun dreifache Weltmeister mit seiner Physis und Präsenz. Mit fünf Treffern, alle vor der Pause erzielt, avancierte der gebürtige Serbe zum besten Werfer seines Teams. Zwar engten die Katerer seine Kreise in der zweiten Spielhälfte ein, der Rückraumspieler bewies aber einmal mehr seine Fähigkeiten als Motor der Franzosen.

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Vom Siegen genug hat Karabatic noch lange nicht. „Wir haben wieder gezeigt, dass wir die Besten waren in diesem Monat. Das ist so ein geiles Gefühl“, sagte der 1,96-m-Hüne vom FC Barcelona mit einem nicht enden wollenden Lächeln. Jener Mann, der bereits mit 18 Jahren sein Teamdebüt gab, will auch kommenden Turnieren wie den Olympischen Spielen 2016 und der Heim-WM 2017 seinen Stempel aufdrücken.

„Wenn ich satt werde, werde ich aufhören. Ich verspreche, bei jedem Spiel und jedem Training 200 Prozent zu geben. Alles, was ich machen kann, werde ich machen, um wieder zu gewinnen“, ließ Karabatic keine Zweifel offen. In der Stunde des jüngsten Triumphs sorgte er sich um ganz andere Dinge: „Ich hoffe, wir werden ein paar Bier bekommen, denn wir haben noch kein Bier getrunken.“ Alkohol gibt es in Katar nur in wenigen lizenzierten Restaurants oder (Sport-)Bars.


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