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Voith - AKNÖ empört über Schließungspläne des Konzerns

St. Pölten/Heidenheim (APA) - Der Präsident der Arbeiterkammer Niederösterreich (AKNÖ) und ÖGB-NÖ-Vorsitzende Markus Wieser hat einer Aussen...

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St. Pölten/Heidenheim (APA) - Der Präsident der Arbeiterkammer Niederösterreich (AKNÖ) und ÖGB-NÖ-Vorsitzende Markus Wieser hat einer Aussendung zufolge „kein Verständnis“ für das Aus von Voith Paper in St. Pölten. „Eine Sparte, die Gewinne schreibt, abzudrehen und derart viele Mitarbeiter vor die Türe zu setzen, ist unverfroren“, reagierte Wieser „empört“ auf die Schließungspläne des Konzerns.

Wieser sicherte den Beschäftigten volle Unterstützung zu: „Wir werden jetzt alles tun, was wir können, um Belegschaft und Betriebsrat bei anstehenden Verhandlungen zu unterstützen.“ Es gehe jetzt darum, für die Betroffenen die beste Lösung zu erzielen und soziale Härten abzufedern.

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Aus Sicht der AKNÖ gleiche der Fall der KBA in Mödling, „wo eine seit Jahren gewinnbringende Sparte ebenfalls dicht gemacht und nach Deutschland transferiert wurde.“ Es sei zu hinterfragen, welche wirtschaftlichen Begünstigungen im Nachbarland solche Schritte unterstützt hätten. Wieser erneuerte daher seine Forderung nach einem gesamtpolitischen Industrie-Konzept, um hierzulande neue Stellen zu schaffen: Er wolle bis Jahresende von der Politik einen Plan auf dem Tisch sehen. „Denn von neuen Jobs in der Industrie profitieren alle, Beschäftigte und Wirtschaft“, hielt der AKNÖ-Chef fest.

Der AKNÖ-Präsident und Betriebsrat Hans Joachim Haiderer seien im Interesse der Mitarbeiter seit längerem in engem Kontakt. „Wir wurden heute vor Tatsachen gestellt, wo noch Gespräche geführt werden“, sagte Haiderer laut der Aussendung. Man wolle nun versuchen, diese gravierenden negativen Auswirkungen noch positiv zu beeinflussen.

Das Gesamtpaket „umzudrehen“ werde wohl nicht gelingen, äußerte sich Haiderer dazu gegenüber der APA unter Hinweis auf vergangene Umstrukturierungen realistisch, es gehe punktuell um Klarstellung und Alternativvorschläge. Das - bereits aus St. Pölten abgewanderte - Neuanlagengeschäft sei komplett eingebrochen, während andere Bereiche wie u.a. Maschinenumbauten und Service ein gutes Ergebnis brächten, erläuterte er, dass in St. Pölten in den vergangenen Jahren Gewinne gemacht worden seien.

Erste Maßnahmen seien bereits gesetzt worden, sprach Haiderer von der Aufkündigung des flexiblen Arbeitszeitmodells. Nach der Mitarbeiter-Information seitens der Geschäftsleitung hatte noch am Nachmittag eine außerordentliche Betriebsversammlung stattgefunden, die abgebrochen wurde und jederzeit wieder einberufen werden könne - abhängig von der Bereitschaft der Geschäftsleitung zu Verhandlungen. St. Pölten werde sich mit den ebenfalls vom Aus betroffenen deutschen Standorten Krefeld und Neuwied abstimmen.

~ WEB http://voith.com

http://www.arbeiterkammer.at

http://www.oegb.at ~ APA455 2015-02-02/17:59


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