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Australischer Premier: Parteirevolte könnte Erfolg haben

Canberra (APA/dpa) - Der australische Ministerpräsident Tony Abbott schließt nicht aus, dass er eine Parteirevolte gegen ihn am Montag nicht...

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Canberra (APA/dpa) - Der australische Ministerpräsident Tony Abbott schließt nicht aus, dass er eine Parteirevolte gegen ihn am Montag nicht übersteht. Eine Vertrauensabstimmung nach nur 16 Monaten im Amt sei eine „sehr ernüchternde Erfahrung“ sagte Abbott am Sonntag dem Sender ABC - und gelobte Besserung.

„Ich bin entschlossen, dass meine Regierung, wenn es sie nach dem morgigen Tag noch gibt, aus dieser Erfahrung lernen wird. Sie wird anders und besser sein.“

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Der Vorsitzende der konservativen Liberalen Partei hatte die ursprünglich für Dienstag geplante Parteiversammlung um einen Tag vorgezogen. Es sei das Beste, sich so rasch wie möglich der Vertrauensabstimmung zu stellen, sagte Abbott.

Zwei Parlamentsabgeordnete der Liberalen Partei hatten am Freitag angekündigt, bei der nächsten Parteiversammlung eine Vertrauensabstimmung anzustrengen. Sie wollen Abbott als Parteichef entfernen. Dieser könnte dadurch auch das Amt des Ministerpräsidenten verlieren. Kritiker werfen Abbott einen autokratischen Führungsstil vor.

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Am Samstag war er noch davon ausgegangen, dass die Revolte gegen ihn scheitert. Eine parteiinterne Abwahl des Ministerpräsidenten - wie schon unter der Vorgängerregierung der Labor-Partei - sei schlecht für das Land, warnte Abbott.

Vorgehalten wird Abbott unter anderem ein Alleingang, als er Prinz Philipp (93), den Gemahl der britischen Königin Elizabeth, zum Ritter machte. Abbott hatte das Kabinett in diese Entscheidung nicht eingeweiht. Das stieß auf großen Unmut.

In Umfragen lag Abbotts Partei zuletzt bei 43 Prozent, die oppositionelle Labor-Partei kam auf 57 Prozent. Bei Wahlen in den Teilstaaten Victoria und Queensland hatten die Liberalen empfindliche Niederlagen einstecken müssen. Einer Umfrage des Medienunternehmens News Corp zufolge sind 55 Prozent der Wähler für Abbotts Rücktritt.

Abbott hatte angekündigt, um den Liberalen-Vorsitz zu kämpfen. Seiner Stellvertreterin Julie Bishop und Kommunikationsminister Malcolm Turnbull wurden Ambitionen auf das Amt des Regierungschefs nachgesagt. Beide wiesen dies zurück.


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