EU-Umweltbericht: Rupprechter zog positive Bilanz

Österreich ist laut Rupprechter in mehreren Kategorien vorne mit dabei. Bei der biologischen Landwirtschaft erreichte Österreich mit 20 Prozent Anteil an der gesamten Nutzfläche überhaupt Platz eins. „Wir haben mehr Biobauern als die USA“, unterstrich der Umweltminister.

Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter (ÖVP).
© APA/Fohringer

Wien – Nach der Präsentation des EU-Umweltberichts SOER vergangene Woche in Brüssel sind die Ergebnisse des Dokuments auch am Montag in Österreich vorgestellt worden. „Wir brauchen uns nicht zu verstecken“, sagte Umweltminister Andrä Rupprechter (ÖVP). Gleich in mehreren Kategorien belegt Österreich vorderste Plätze.

Der SOER-Bericht der Umweltagentur („European State and Outlook Report“) stellt den umfangreichsten und bedeutendsten EU-Sachstandsbericht über Zustand und Ausblick der europäischen Umwelt dar. Er gilt als Entscheidungsgrundlage zur Festlegung zukünftiger europäischer Umweltpolitik und erscheint alle fünf Jahre. Außerdem werden in dem Bericht einzelne Länder miteinander verglichen.

Der Bericht zeigte insgesamt einige Schwächen in der EU-Umweltpolitik auf: Aus dem Report geht etwa hervor, dass das Artensterben in Europa weitergeht. Die EU wird demnach ihr Ziel verpassen, das Artensterben bis 2020 zu stoppen. Durch den Klimawandel werde sich das Problem weiter verschärfen. Weniger als sechs Prozent der Agrarfläche wird derzeit für Biolandbau genutzt. Fortschritte nennt der Bericht in den Bereichen Abfallwirtschaft, Müllreduktion und Verbesserung der Wasserqualität.

Im Ländervergleich schnitt Österreich Rupprechter zufolge gut ab. Bei der biologischen Landwirtschaft erreichte Österreich mit 20 Prozent Anteil an der gesamten Nutzfläche überhaupt Platz eins. „Wir haben mehr Biobauern als die USA“, unterstrich der Umweltminister. Bei der Biodiversität, dem Anteil an erneuerbaren Energien und dem Abfallrecycling schnitt Österreich ebenfalls sehr gut ab. Problematisch ist weiterhin der Ausstoß der Stickoxide.

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Der Umweltdachverband sah Österreich in seiner Rolle als Umweltmusterland hingegen „leider nur mehr in zwei Fällen“ bestätigt. „Während uns in Sachen Ressourceneffizienz oder Luftreinhaltung mittlerweile Länder wie Großbritannien oder Tschechien den Rang ablaufen, räumt die Agentur lediglich für den Bereich der Biolandwirtschaft und für die Recyclingquote Österreich eine europäische Vorreiterrolle ein“, sagte der ehrenamtliche Präsident Franz Maier. (APA)


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