Europas Leitbörsen zu Mittag deutlich schwächer

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Dienstag am frühen Nachmittag klar schwächer tendiert. Der Euro-Stoxx-50 ve...

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Dienstag am frühen Nachmittag klar schwächer tendiert. Der Euro-Stoxx-50 verlor 40,80 Einheiten oder 1,13 Prozent auf 3.569,48 Punkte.

Der DAX in Frankfurt notierte gegen 13.00 Uhr mit 11.487,18 Punkten und einem Minus von 94,93 Einheiten oder 0,82 Prozent. Der FT-SE-100 der Börse London verlor 80,13 Zähler oder 1,17 Prozent und steht nun bei 6.796,34 Stellen.

Der andauernde Schuldenstreit um Griechenland und Gewinnmitnahmen nach dem Start des Anleihenkaufprogramms der Europäischen Zentralbank (EZB) drückten die Märkte bis Mittag tiefer ins Minus. Am Montag wiesen die Euro-Partner die Reformvorschläge der griechischen Regierung als unzureichend zurück. „Von den 20 Maßnahmen, die die Griechen ergreifen mussten, haben sie sechs präsentiert“, sagte der Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem der niederländischen Zeitung „Volkskrant“. Am Mittwoch startet die nächste Verhandlungsrunde in Brüssel.

Konjunkturdaten aus der zweiten Reihe wurden vor diesem Hintergrund kaum beachtet. Während die Industrieproduktion in Frankreich überraschend gut ausgefallen war, enttäuschte der entsprechende italienische Wert mit einem Rückgang statt des erwarteten leichten Anstiegs.

TT-ePaper gratis lesen

Die Zeitung ab sofort bis auf Weiteres kostenlos digital abrufen

TT E-PaperTT E-Paper

Unter den Einzelwerten hat BMW im Februar einen weiteren Absatzrekord eingefahren. Der deutsche Oberklasse-Hersteller verkaufte weltweit insgesamt 151.952 Fahrzeuge seiner drei Marken BMW, Mini und Rolls-Royce. Das sind 7,6 Prozent mehr als vor Jahresfrist, wie BMW am Dienstag mitteilte. BMW-Aktien fielen im schwachen Umfeld dennoch 1,18 Prozent auf 113,0 Euro.

RWE fielen 0,78 Prozent auf 24,16 Euro. Im vergangenen Jahr war der betriebliche Gewinn des zweitgrößten deutschen Energiekonzerns wegen der gesunkenen Großhandelspreise für Strom weiter abgesackt. Zudem hatte die „Rheinische Post“ berichtet, dass der Konzern in seiner Finanzplanung davon ausgehe, dass das nachhaltige Nettoergebnis 2016 auf 800 Millionen Euro sinken werde. Das wiederum dürfte sich negativ auf die Dividende auswirken, vermutete ein Händler.

Am unteren Ende des Auswahlindex waren indessen Ölwerte zu finden. Total sackten 2,56 Prozent auf 45,49 Euro ab und Repsol knickten 2,14 Prozent auf 16,715 Euro ein.

Der weltweit drittgrößte Rückversicherer Hannover Rück hat im vergangenen Jahr überraschend viel verdient und erhöht die Dividende deutlich. Pro Aktie sollen 4,25 (Vorjahr: 3,00) Euro ausgeschüttet werden, davon sind 1,25 Euro eine Sonderdividende, wie der Konzern mitteilte. Die Aktien zogen in Frankfurt 4,81 Prozent auf 91,35 Euro an.

Nach einem Chefwechsel legten Credit Suisse-Papiere sogar 7,59 Prozent auf 24,96 Franken zu. Der US-Amerikaner Brady Dougan nimmt Ende Juni nach acht Jahren an der Spitze seinen Hut. Nachfolger wird der Westafrikaner Tidjane Thiam, bisher noch Chef des weltweit tätigen britischen Versicherungskonzerns Prudential.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA330 2015-03-10/13:26


Kommentieren