Sichtbar machen, was ehrenamtlich geleistet wird

In Hopfgarten wurde am Mittwoch das Freiwilligenzentrum Tiroler Unterland offiziell seiner Bestimmung übergeben.

© Eberharter

Hopfgarten i. B. –Jeder zweite Tiroler ist ehrenamtlich tätig. Meist geht es dabei um Traditions- und Blaulichtorganisationen, die gesellschaftliche Veränderung bringt es aber mit sich, dass auch in anderen Bereichen Freiwillige tätig werden. In Hopfgarten wurde am Mittwoch das Freiwilligenzentrum Tiroler Unterland offiziell seiner Bestimmung übergeben. „Anderen zu helfen, ist auch eine Befriedigung für einen selbst“, erklärte LH Günther Platter bei der Eröffnung. Er will aber auch festhalten, dass das Ehrenamt selbst mit dieser Einrichtung nicht verändert wird – sondern, dass man mit den Freiwilligenzentren die Organisation auf neue Beine gestellt hat. Initiatoren dafür waren LH Platter, Caritas-Direktor Georg Schärmer und Kufsteins Bezirkshauptmann Christoph Platzgummer. Neun derartige Zentren gibt es in Tirol und sie bringen hilfsbereite Menschen und solche, die Hilfe brauchen, zusammen.

Eva Six ist Koordinatorin im Freiwilligenzentrum Tiroler Unterland, welches im Büro des Regionalmanagements in Hopfgarten installiert ist. „Es macht Sinn, diese Zentren mit dem Regionalmanagement zu verbinden, weil hier viele Fäden zusammenlaufen“, erklärte Rudi Puecher, Obmann des Vereins Regionalmanagement, der aus den Leaderregionen entstanden ist.

„Das Büro“, so erklärte Eva Six, „arbeitet gemeinde- und bezirksübergreifend.“ Bereits bestehende Organisationen werden dazu eingeladen, ebenfalls ihre Erfahrungen und Vorschläge einzubringen, denn Ehrenamtliche können Vorbilder für andere in anderen Regionen sein, die sich engagieren wollen, ihren Weg dahin aber noch nicht so recht gefunden haben.

Klaus Ritzer, der in der Jugendarbeit in Wörgl tätig ist, Stefan Mader von der Diakonie, Irmgard Moritz vom ABC-Café Wörgl und Angelika Ebner von der Freiwilligenbörse in Kufstein waren zur Eröffnung eingeladen, um auch ihre Projekte vorzustellen, ebenso wie Stefan Astner, der über die Sanierung der Wanderwege im ländlichen Raum sprach, bei der man ebenfalls auf Freiwillige angewiesen ist.

Ehrenamtliche sehen ihre Arbeit meist als selbstverständlich an und drängen damit nicht in die Öffentlichkeit. „Wir bitten daher all jene, die von solchen Engeln des Alltags wissen, uns darüber zu informieren“, sagt Barbara Loferer, die Leiterin des Freiwilligenzentrums Tiroler Unterland. Denn die Idee ist es zu analysieren, warum Dinge gut funktionieren bzw. Fehler – wenn möglich – von vornherein zu vermeiden.

Vielleicht kristallisieren sich auch Spezialisten für diverse Arbeitsbereiche heraus – so wie jene Dame, die älteren Menschen bei der Erledigung von amtlichen Schreiben oder dergleichen behilflich ist. Sie kann ihre Tipps weitergeben, für andere Alltagsengel, die ebenfalls in dem Bereich tätig werden möchten. (be)


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