Deutschland - Warnstreiks im öffentlichen Dienst ausgeweitet

Berlin (APA/AFP) - Wenige Tage vor der nächsten Verhandlungsrunde im Tarifkonflikt des Öffentlichen Dienstes der Länder haben die Gewerkscha...

Berlin (APA/AFP) - Wenige Tage vor der nächsten Verhandlungsrunde im Tarifkonflikt des Öffentlichen Dienstes der Länder haben die Gewerkschaften in Deutschland ihre Warnstreiks ausgeweitet. Am Mittwoch beteiligten sich daran rund 56.000 Beschäftigte in mehreren deutschen Bundesländern, wie die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi in Berlin mitteilte.

Darunter waren nach Angaben der Lehrergewerkschaft GEW wieder zahlreiche angestellte Lehrer. Auch für Donnerstag und Freitag sind Warnstreiks geplant. Die Gewerkschaften wollen damit vor der nächsten Verhandlungsrunde am kommenden Montag und Dienstag Druck auf die Länder machen.

„Die Arbeitgeber haben noch überhaupt kein Angebot vorgelegt und mauern sich ein“, kritisierte Verdi-Chef Frank Bsirske. Diese Mauer müsse jetzt fallen - das sei die Botschaft der Streikenden. Verdi fordert eine Entgelterhöhung von 5,5 Prozent, mindestens aber um 175 Euro monatlich. Angestellte Lehrkräfte sollen einen Tarifvertrag bekommen.

Zu den Warnstreiks waren laut Verdi am Mittwoch unter anderem Beschäftigte in Berlin, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen aufgerufen. Laut der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) gab es auch an vielen Schulen, Kitas und Hochschulen Aktionen. Die Schwerpunkte am Donnerstag sollen Verdi zufolge in Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen sowie Bremen liegen. Am Freitag folgen demnach landesweite Warnstreiks in Bayern und Baden-Württemberg.


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