US-Börsen im Verlauf sehr schwach, vor 3. Verlustwoche in Folge

New York (APA) - Die New Yorker Aktienbörse hat am Freitag im Verlauf sehr schwach tendiert. Eine erneute Ölpreisschwäche und der anhaltende...

New York (APA) - Die New Yorker Aktienbörse hat am Freitag im Verlauf sehr schwach tendiert. Eine erneute Ölpreisschwäche und der anhaltenden Dollar-Höhenflug drückten nach der gestrigen Erholungsrally auf die Aktienkurse an der Wall Street.

Gegen 19.00 Uhr notierte der Dow Jones mit einem Minus von 227,44 Zählern oder 1,27 Prozent bei 17.667,78 Punkten. Der S&P-500 Index lag 20,23 Punkte oder 0,98 Prozent im Minus bei 2.045,72 Zähler und steht damit vor seiner dritten Verlustwoche in Folge. Der Nasdaq Composite Index fiel um 41,04 Zähler oder 0,84 Prozent auf 4.852,25 Einheiten.

Zudem wurden auch enttäuschende Konjunkturdaten veröffentlicht. Das von der Universität Michigan erhobene US-Verbrauchervertrauen war im März - entgegen der erwarteten Aufhellung - zum zweiten Mal in Folge zurückgegangen. Es gilt als Indikator für das Kaufverhalten der amerikanischen

Kursbewegende Unternehmensnachrichten waren vor dem Wochenende Mangelware. Die Aktien von Herbalife schnellten um knapp acht Prozent nach oben. Zuvor hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf informierte Kreise berichtet, dass US-Behörden gegen den bekannten Hedgefonds-Manager Bill Ackman wegen des Verdachts der Manipulation mit Aktien des Herstellers von Diätprodukten ermittelten. Ackmann hatte die Geschäftspraktiken des Unternehmens massiv kritisiert und von einem Schneeballsystem gesprochen.

Bei Biomarin Pharmaceutical konnten sich die Aktionäre über Kursgewinne von 5,5 Prozent freuen. Das Biotechnologie-Unternehmen wurde vor dem Wochenende als Übernahmeziel gehandelt. Als mögliche Interessenten nannten Zeitungen den britischen Pharmakonzern AstraZeneca.

Harley-Davidson bremsten um 3,51 Prozent. Der Motorradhersteller entlässt 169 Arbeiter in einer Fabrik in Kansas City.

Der Preis der US-Ölsorte West Texas Intermediate rutschte mehr als vier Prozent an Wert ab. Die Internationale Energieagentur hat angesichts der anhaltend hohen Ölproduktion in den USA vor einer Lagerknappheit und dadurch möglicherweise fallenden Ölpreisen gewarnt. Die bereits auf Rekordniveau gefüllten Lager könnten bald an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen, was zwangsläufig zu einer erneuten Preisschwäche führen würde, vermeldete die IEA in Paris. Die Ölaktien gerieten daraufhin unter Druck, Chevron-Werte verloren 1,34 Prozent, während Exxon Mobil 1,10 Prozent abgaben.

~ ISIN US2605661048 US6311011026 US78378X1072 ~ APA587 2015-03-13/19:15


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