Faule Kredite in Italien auf 185 Mrd. Euro gestiegen
Rom (APA) - Wegen der Rezession und der Firmenpleiten ist in Italien die Summe der faulen Kredite weiter gestiegen. Laut der Bankenvereinigu...
Rom (APA) - Wegen der Rezession und der Firmenpleiten ist in Italien die Summe der faulen Kredite weiter gestiegen. Laut der Bankenvereinigung ABI beliefen sich die notleidenden Kredite im Jänner heuer auf 185,5 Mrd. Euro, um 1,8 Mrd. Euro mehr als im Dezember 2014 und 25 Mrd. Euro mehr als im Jänner 2014.
Das entspricht einem Plus von 15,6 Prozent auf Jahresbasis und ist ein Rekordhoch seit 1996. Notleidende Kredite machen 9,7 Prozent aller von Italiens Geldhäusern gewährten Kredite aus, teilte ABI mit. Vor allem kleine und mittlere Unternehmen stünden weiter unter Druck, deshalb werde eine Entspannung bei den Kreditforderungen der Banken längere Zeit in Anspruch nehmen, hieß es im ABI-Bericht. Italiens Firmen haben derzeit mit der längsten Krise seit Kriegsende zu kämpfen und können deshalb oftmals ihre Kredite nicht mehr bedienen.
Laut dem Forschungsinstitut Cerved wächst inzwischen die Zahl der Firmenpleiten. 15.651 Unternehmen meldeten 2014 den Konkurs, das sind 10,7 Prozent mehr gegenüber 2013.
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