Israel-Wahl - Herzog: Kämpfe für Friedens- und Sozial-Regierung

Tel Aviv/Jerusalem (APA/dpa) - Isaac Herzog, Vorsitzender des oppositionellen Mitte-Links-Bündnisses Zionistische Union in Israel, gibt sich...

Tel Aviv/Jerusalem (APA/dpa) - Isaac Herzog, Vorsitzender des oppositionellen Mitte-Links-Bündnisses Zionistische Union in Israel, gibt sich trotz des sich abzeichnenden knappen Wahlausgangs nicht geschlagen. „Alles ist noch offen“, sagte der 54-Jährige in der Nacht zum Mittwoch bei einer Ansprache in Tel Aviv.

Er werde sich für die Bildung einer Regierung einsetzen, die für Frieden mit Israels arabischen Nachbarn und soziale Gerechtigkeit kämpfen werde. Herzog nannte den Wahlausgang „einen außergewöhnlichen Erfolg“. Es sei das beste Ergebnis für das Friedenslager seit dem Wahlsieg des (später ermordeten) Ministerpräsidenten Yitzhak Rabin im Jahr 1992. Er würdigte seine Mitstreiterin Tzipi Livni als „mutige Frau“.

Laut Nachwahlbefragungen zeichnet sich bei der in Israel eine Pattsituation zwischen der rechtsgerichteten Likud-Partei des amtierenden Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu und der Zionistische Union aus der Arbeitspartei Herzogs und der Zentrumspartei Hatnua von Ex-Außen- und -Justizministerin Livni ab. In den letzten Umfragen vor der Wahl war die Zionistische Union zwischen drei und fünf Mandaten vor dem Likud gelegen.