Frankreichs Verfassungsgericht stoppt EADS/Airbus-Insider-Prozess
Paris (APA/Reuters) - Der französische Strafprozess wegen Verdachts auf Insiderhandel gegen ehemalige und aktive Manager des europäischen Fl...
Paris (APA/Reuters) - Der französische Strafprozess wegen Verdachts auf Insiderhandel gegen ehemalige und aktive Manager des europäischen Flugzeugbauers Airbus (früher EADS) ist geplatzt. Das Verfassungsgericht in Paris befand am Mittwoch, dass das Verfahren nicht rechtens sei. Es rief die Regierung dazu auf, die Gesetzeslage zu ändern.
Es müsse klar sein, dass Personen, gegen die bereits die Börsenaufsicht F ermittelt habe, anschließend nicht vor ein Strafgericht gestellt werden dürften. Alle betroffenen laufenden Verfahren wurden gestoppt - und somit auch der Prozess, der sich um Probleme bei der Entwicklung des Großraumflugzeugs A380 drehte.
Die AMF hatte die Angeklagten 2009 freigesprochen. Den sieben Führungskräften und zwei ehemaligen Anteilseignern war vorgeworfen worden, im März 2006 illegal Aktien verkauft zu haben. Sie sollen von gravierenden Verkabelungsproblemen beim A380 gewusst haben, als sie sich im Vorfeld einer Gewinnwarnung von Aktien des damals unter dem Namen EADS bekannten Unternehmens trennten.
Der Anwalt von Alain Flourens, dem gegenwärtigen Leiter des A380-Programms, begrüßte die Entscheidung des Gerichts. Airbus äußerte sich zunächst nicht.
~ ISIN NL0000235190 WEB http://www.airbus-group.com ~ APA333 2015-03-18/13:54
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