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Anschlag in Tunis - Ruefa und TUI beobachten die Lage

Wien (APA) - Nach dem Anschlag in der tunesischen Haupstadt Tunis, bei dem auch mindestens 20 Touristen getötet wurden, wollen die österreic...

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Wien (APA) - Nach dem Anschlag in der tunesischen Haupstadt Tunis, bei dem auch mindestens 20 Touristen getötet wurden, wollen die österreichischen Reisebüros vorerst die weitere Entwicklung abwarten. Österreichs größte Reisebürokette Ruefa werde die Lage in den nächsten Tagen beobachten, sagte Sprecherin Birgit Reitbauer heute zur APA. Von TUI hieß es, es sei zu früh, um die Auswirkungen abschätzen zu können.

Auch für die Osterreisewelle sei es für Umbuchungen oder Stornierungen noch zu früh, hieß es. Wie die Reiseunternehmen reagieren, hänge auch davon ab, ob die Außenministerien in Österreich und Deutschland ihre partiellen Reisewarnungen ausweiteten, erklärten sowohl TUI als auch Ruefa.

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Mit Ruefa sind derzeit 20 Österreicher in Tunesien, mit dem Reisekonzern TUI sind es 100, davon aber niemand in Tunis. Die Tagesausflüge in die Hauptstadt seien vorerst abgesagt worden, so TUI-Sprecherin Kathrin Limpel. Es gebe zwar Verunsicherung, die Anfragen würden sich derzeit aber in Grenzen halten. Die meisten Tunesien-Reisenden verbringen ihren Urlaub in Club-Hotels auf der Insel Djerba oder in Hammamet. Die Hauptsaison dafür startet erst ab Mai. Bei Ruefa machen Tunesien-Urlaube weniger als 2 Prozent des Sommerumsatzes aus, Türkei, Griechenland und Spanien seien deutlich beliebter.

Das italienische Kreuzfahrtunternehmen Costa Crociere legt mit seinen Schiffen vorrübergehend nicht mehr in Tunis an. Costa ziehe damit die Konsequenzen aus dem Anschlag am Mittwoch auf das Nationalmuseum in der tunesischen Hauptstadt, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Rom mit. Demnach wurden zunächst drei geplante Landausflüge abgesagt.

Von dem Anschlag sind auch Costa-Passagiere betroffen. Wie das Unternehmen weiter mitteilte, kehrten 13 Passagiere nicht wie geplant auf das Schiff Costa Fascinosa zurück, ehe dieses in der Nacht zum Donnerstag den Hafen von Tunis wieder verließ. Wie viele davon möglicherweise unter den Todesopfern oder unter den mehr als 40 Verletzten waren, blieb allerdings zunächst unklar.


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