Fußball: Brasiliens Verbandschef hat sich vom 1:7 noch nicht erholt

Rio de Janeiro (APA/dpa) - Der Schmerz über die 1:7-Niederlage im WM-Halbfinale gegen Deutschland ist in Brasilien noch nicht verarbeitet. „...

Rio de Janeiro (APA/dpa) - Der Schmerz über die 1:7-Niederlage im WM-Halbfinale gegen Deutschland ist in Brasilien noch nicht verarbeitet. „Ich muss zugeben: Ich habe mich bis heute nicht erholt. Nicht wegen der verlorenen WM, aber wegen der Art“, sagte der scheidende Präsident des nationalen Fußballverbandes CBF, Jose Maria Marin (82), der brasilianischen Agentur Estado.

Er sei auf alles vorbereitet gewesen, aber nicht auf dieses Ergebnis. Marin, der die CBF-Führung im April an Marco Polo del Nero abgibt, zog in dem am Donnerstag veröffentlichen Gespräch einen Vergleich zum bisher größten Trauma der brasilianischen Fußball-Geschichte, dem sogenannten „Maracanaco“. 1950 hatte Brasilien in Rios Maracana-Stadion das Entscheidungsspiel gegen Uruguay verloren.

Die WM 1950 habe er im Radio verfolgt. Bei der WM 2014 sei er persönlich dabei gewesen. „Ich kann nicht sagen, welche der beiden Niederlagen die schlimmste war. Beide waren schrecklich“, so Marin. Der spätere Weltmeister Deutschland hatte Gastgeber Brasilien am 8. Juli 2014 im Mineirao-Stadion in Belo Horizonte mit 7:1 geschlagen.