Jemens Präsident wirft Vorgängerregierung Putschversuch vor

Aden (APA/Reuters) - Der jemenitische Präsident Abd-Rabbu Mansour Hadi hat einen Angriff auf seinen Palast in Aden am Donnerstag als Putschv...

Aden (APA/Reuters) - Der jemenitische Präsident Abd-Rabbu Mansour Hadi hat einen Angriff auf seinen Palast in Aden am Donnerstag als Putschversuch der früheren Führung gewertet. In den Kämpfen am Boden und einem Luftangriff offenbarte sich der Machtkampf zwischen Präsident Hadi und der schiitischen Houthi-Miliz, die die Hauptstadt Sanaa kontrolliert und mit dem früheren Präsidenten Ali Abdullah Saleh verbündet ist.

Der gescheiterte Militärputsch sei vom früheren Regime unterstützt worden, erklärte Hadi. Er nannte Saleh nicht namentlich, sprach aber von „Agenten des Iran“, die an der Seite der Kämpfer der früheren Führung stünden. Der Iran versteht sich als Schutzmacht der Schiiten. Die Vorfälle am Donnerstag zeigten, dass die Putschisten und ihre Helfer nicht an einer Lösung des Konfliktes interessiert seien, sagte Hadi.

Zu Hadi loyal stehende Soldaten hatten sich den Weg zum Flughafen von Aden frei gekämpft und einen angrenzenden Militärstützpunkt der Kontrolle eines abtrünnigen Offiziers entrissen. 13 Menschen wurden nach Angaben der Gouverneurs von Aden bei den Kämpfen getötet. Zudem habe ein nicht identifiziertes Flugzeug den Präsidentenpalast in Aden angegriffen. Die Bombe sei aber ins Meer gefallen, sagte der Gouverneur, der die Houthis für die Kämpfe verantwortlich machte. Ein weiterer Luftangriff sei abgewehrt worden.

In der zweitgrößten Stadt des Landes hält sich Hadi auf, seit die schiitischen Kämpfer im Jänner die Hauptstadt unter ihre Kontrolle gebracht haben. Nach Angaben eines Vertrauten hält sich der Präsident an einem sicheren Ort auf.