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Tourismus lockt in Landeck Skidiebe in Scharen an

Die Polizei war voriges Jahr mit 1341 Fällen befasst. Landeck wird trotzdem als sicherer Bezirk gesehen.

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Von Helmut Wenzel

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Landeck –Wintertourismus ruft Skidiebe auf den Plan und das gilt für den tourismusintensivsten Bezirk Tirols in besonderem Maße. Die Zahl der Delikte ist konstant hoch, aus dem Vorjahr sind bei der Polizei 1341 Fälle aktenkundig. Statistisch gesehen passen in eine Saison mit 150 Tagen täglich neun Skidiebstähle. Für die Polizei bewegt sich das Thema in einer Grauzone. „Eine genaue Klassifizierung ist schwer möglich“, zeigt Bezirkskommandant Werner Hauser auf, „wir haben es mit tatsächlichen und mit fingierten Skidiebstählen zu tun – also auch mit Versicherungsbetrug.“ Es gebe auch Fälle, die sich letztlich als unbeabsichtigte Verwechslung von Skiern oder Snowboards herausstellen.

Dass Landeck im rein statistischen Vergleich der Tiroler Bezirke nicht als Musterschüler dasteht, liege ausschließlich an den Skidiebstählen. „Die hohen Anfallszahlen beeinflussen die Kriminalitätsstatistik negativ, speziell im Hinblick auf die Aufklärungsquote“, weiß Hauser. Ohne Skidiebstähle habe die Polizei eine Aufklärungsquote von 53 Prozent geschafft. Die tourismusspezifische Deliktgruppe drückt die Quote allerdings auf 34,9 Prozent.

Der Vergleich zum Jahr 2013 zeigt einen leichten Rückgang der Delikte, die von 116 Beamten in den sieben Polizeiinspektionen des Bezirkes bearbeitet worden sind. 3914 Fälle von Jänner bis Dezember 2014 stehen 4196 Fällen im Jahr 2013 gegenüber. Das bedeutet ein Minus von 6,7 Prozent. Die Aufklärungsquote hat die Polizei um 1,5 Prozentpunkte steigern können.

Zu den Entwicklungen laut jüngstem Sicherheitsbericht erklärte Hauser gestern Freitag: „Landeck ist ein sicherer Bezirk, vor allem im Hinblick auf Schwerkriminalität. Bei der Beurteilung der Einbruchskriminalität ist erfreulich, dass die Anfallszahlen auf sehr niedrigem Niveau gehalten werden konnten.“ Gerade Einbruchsdiebstähle in Wohnungen und Häuser würden das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung wesentlich beeinflussen. Bei 102 Fällen von Einbruchskriminalität entfallen laut Hauser zehn Prozent auf Wohnungseinbrüche. Trotzdem rät die Polizei zu Diebstahlssicherungen. „Organisierte Einbruchskriminalität steigt, wir haben es auch immer öfter mit Ladendiebstahl zu tun.“ Die steigende Sensibilität der Bevölkerung bei Sexualdelikten führte zu 18 Anzeigen – doppelt so viele wie im Vorjahr.

Beim Bezirkskommando der Polizei neu im Team ist Kriminalreferent Enrico Gabl. Der 39-Jährige war zuletzt bei der Polizei in Imst tätig.


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