Anschlag in Tunis - Rom will mehr Schiffe im Mittelmeer einsetzen
Rom (APA) - Nach dem Anschlag in Tunis will die italienische Regierung mehr Schiffe in den zentralen Mittelmeerraum entsenden. Auch die Zahl...
Rom (APA) - Nach dem Anschlag in Tunis will die italienische Regierung mehr Schiffe in den zentralen Mittelmeerraum entsenden. Auch die Zahl der Militärflugzeuge und Drohnen soll erhöht werden, um die Sicherheit der EU-Grenze im Mittelmeerraum zu stärken, kündigte Verteidigungsministerin Roberta Pinotti nach Medienangaben vom Freitag an.
Mit dem verstärkten Einsatz will Italien unter anderem Kommunikationslinien, Offshore-Ölplattformen und Tankschiffe schützen. Die Regierung Renzi kündigte nach dem Anschlag in Tunis eine weitere Verschärfung der Anti-Terror-Vorkehrungen in Italien an. „Obwohl es keine konkreten Drohungen gibt, bleibt der Einsatz der Sicherheitskräfte zur Vorbeugung von Attentaten auf höchstem Niveau. Wir müssen unsere Grenzen und unsere Bürger schützen. Das Innenministerium ist voll im Einsatz“, berichtete der italienische Außenminister Paolo Gentiloni vor italienischen Medien.
Gentiloni bestritt, dass es Verbindungen zwischen dem islamischen Fundamentalismus und der Flüchtlingswelle gebe, mit der sich Italien auseinandersetzen müsse. Man dürfe jedoch nicht ganz ausschließen, dass sich jihadistische Kämpfer unter die Flüchtlinge mischen könnten, die von Libyen nach Italien kommen
Italiens Präsident Sergio Mattarella verurteilte den Anschlag in Tunis, bei dem vier Italiener getötet wurden, als Attacke auf die „Demokratie und die Kultur“. „Wir dürfen keine Zeit mehr verlieren. Ganz Europa muss entschlossen die Terrorgefahr bekämpfen“, sagte das Staatsoberhaupt.
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