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Grünes Licht für das Zellberger Kanalprojekt

In ein geplantes Siedlungsgebiet wird ein Kanal gebaut. Der Einspruch von Quellnutzungsberechtigten wurde abgewiesen.

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Von Angela Dähling

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Zellberg –Erleichterung in der Gemeindestube von Zellberg. Das geplante Kanalisationsprojekt kann jetzt umgesetzt werden, vermelden BM Ferdl Fankhauser und sein Vize Hansjörg Tipotsch. „Wir haben den Bescheid vom Land am Tisch“, sagt Tipotsch. Die Vergabe der Bauaufträge soll nach dem entsprechenden Gemeinderatsbeschluss Ende März erfolgen.

Wie in der gestrigen TT berichtet, war das für eine künftige Wohnsiedlung nötige Kanalprojekt beeinsprucht worden, weil die Nutzungsberechtigten einer Quelle um ihr Trinkwasser fürchteten. VBM Tipotsch stellt klar: „Für den Kanal ist die Quellbeweissicherung nicht nötig, da der Kanal so weit weg von der Quelle gelegt wird, dass laut hydrogeologischem Gutachten eine Beeinträchtigung der Quelle ausgeschlossen ist.“ Das Gutachten war von der Gemeinde aufgrund des Einspruchs in Auftrag gegeben worden.

Zuvor hatte derselbe Hydrologe bereits das Quelleinzugsgebiet ermittelt. Weil zwei der zehn noch geplanten Bauparzellen grenznah zum Einzugsgebietes liegen, werde es für sie keine Widmung geben. Was die Zufahrtsstraße anbelangt, die von privater Seite ohne Bewilligung errichtet wurde und möglicherweise zurückgebaut werden muss, informieren Tipotsch und Fankhauser, dass eine Zufahrt auch von einer anderen Seite möglich wäre. „Das hängt davon ab, wie sich da die Grundbesitzer einigen. Bevor es keine Zufahrt gibt, gibt es auch keine Widmung für die weiteren acht Parzellen“, sagt der Gemeindechef. Fünf Parzellen sind bereits gewidmet, eine bereits bebaut.

Wie berichtet, hat die Gemeinde für dieses Haus eine Fäkalgrube errichtet. Denn das Kanalprojekt wurde erstmals im Juli 2014 eingereicht wurde, da war das Haus fast fertiggebaut. „Die Einreichung des Kanalprojektes verzögerte sich, aber wir dachten, wir schaffen die Fertigstellung knapp bis zum Einzug. Denn die Arbeiten hätten nur zwei Wochen gedauert.“ Mit einem Einspruch habe man nicht gerechntet.

VBM Tipotsch betont: „Die Gemeinde will niemandem das Wasser nehmen.“ Die Feststellungsklage, auf welchem Grund die Quelle entspringt, hat der benachbarte Grundbesitzer der Quellenbesitzer beim Bezirksgericht eingebracht. Die Gemeinde Zellberg plant, in mehreren Etappen beginnend mit dem Kanalprojekt auch eine Trinkwasserringleitung zu legen.

Laut Gemeinderat Gerhard Spitaler treffen bei dem geplanten Siedlungsgebiet Interessen aufeinander. Einige seien dagegen, weil sie dort weiterhin im Wald spazieren möchten. Die Gemeinde brauche aber dringend günstiges Bauland für junge Zellberger. „Es ist ein Glücksfall für die Gemeinde, dass die Grundbesitzerin bestes Bauland in sonniger Hanglage in Talnähe zu einem erschwinglichen Preis zur Verfügung stellt“, meint er.


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