Schon tausende Touristen zu „Jahrhundertflut“ an Frankreichs Küste
Paris (APA/AFP) - Kurz vor der erwarteten „Jahrhundertflut“ an der Nordwestküste Frankreichs haben sich bereits tausende Schaulustige am Klo...
Paris (APA/AFP) - Kurz vor der erwarteten „Jahrhundertflut“ an der Nordwestküste Frankreichs haben sich bereits tausende Schaulustige am Klosterberg Mont Saint-Michel am Ärmelkanal eingefunden. Rund 10.000 Menschen versammelten sich am Freitagabend an der französischen Weltkulturerbe-Insel.
Die Polizei hatte Schwierigkeiten, die Menschenmassen zurückzuhalten, die in den letzten Minuten vor der Flut am Freitagabend noch Fotos machen wollten. Am Samstag wird am Mont Saint-Michel der Höhepunkt der „Jahrhundertflut“ erwartet, bei der der Meeresspiegel ein sehr hohes Niveau erreicht. Der sogenannte Tidenhub - der Unterschied zwischen Ebbe und Flut - soll dort über 14 Meter betragen. Das ist mehr, als ein vierstöckiges Haus hoch ist. Eine solche Springflut wird auch an Küstenorten in Großbritannien, Kanada und Australien erwartet. Gesprochen wird zwar von einer Jahrhundertflut; tatsächlich kommt ein vergleichbares Naturereignis aber alle 18 Jahre vor, was mit der Himmelskonstellation an dem jeweiligen Tag zusammenhängt.
„Die Flut ist ein Ausdruck der Gesetze der Schwerkraft in dem von Erde, Sonne und Mond gebildeten System“, erläutert Flut-Experte Nicolas Pouvreau von der französischen Meeresbehörde SHOM. „Die Antwort des Meeres auf die Kraft, die die Flut auslöst, nimmt die Form einer Welle an, die in diffuser Art und Weise über die Ozeane hinweg ausgelöst wird.“
Der stärkste Tidenhub weltweit mit bis zu 16 Metern wird in der Bucht von Fundy an der kanadischen Atlantikküste zu bestaunen sein. In Großbritannien soll das Wasser vor allem im Kanal von Bristol um mehr als 14 Meter steigen.
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